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Feinstaub in Sachsen-Anhalt vielerorts über Grenzwert

An fast allen Messstationen in Sachsen-Anhalt wurde der EU-Grenzwert für Feinstaub deutlich überschritten. Welche Gründe die hohe Belastung hat.

Von dpa

11.03.2026

Anstrengende Aktivitäten im Freien sollen bei schlechter Luftqualität vermieden werden. (Archivbild)Thomas Warnack/dpa

Anstrengende Aktivitäten im Freien sollen bei schlechter Luftqualität vermieden werden. (Archivbild)Thomas Warnack/dpa

© Thomas Warnack/dpa

In Sachsen-Anhalt ist die Luft vielerorts stark mit Feinstaub belastet. An 20 von 23 Messstationen wurde am 10. März der EU-Tagesgrenzwert für Feinstaub (PM10) von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten, wie aus Daten der Luftmessstationen hervorgeht.

Besonders hohe Werte wurden in Halle an der Paracelsusstraße gemessen. Dort lag der Tagesmittelwert bei 89 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die niedrigste Belastung registrierte die Messstation in Zartau im Altmarkkreis Salzwedel mit 36 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Station liegt jedoch in einem Waldgebiet und nicht an einer stark befahrenen Straße.

Umweltbundesamt: Verschiedene Gründe

Nach Angaben des Umweltbundesamtes gibt es mehrere Gründe für die schlechte Luft. Eine stabile Hochdruckwetterlage mit kaum Wind habe dazu geführt, dass sich Schadstoffe aus Verkehr, Industrie und Heizungen in der Luft anreicherten. Zeitweise sei zudem Saharastaub nach Mitteleuropa gelangt. Dieser befinde sich jedoch überwiegend in großer Höhe. Wie viel davon tatsächlich in der Atemluft ankomme, sei laut einer Sprecherin des Umweltbundesamtes unklar und müsse erst durch Laboranalysen geklärt werden.

Die derzeitige Belastung hänge deswegen vermutlich vor allem mit menschengemachten Schadstoffen zusammen. Feinstaub, der sich im Winter am Boden abgelagert habe, werde durch trockenes Wetter und den Autoverkehr wieder aufgewirbelt. Auch Ammoniak aus der Landwirtschaft, Sand und Split aus dem Winterdienst sowie Pollen könnten zur Belastung beitragen.

Luft wieder besser

Inzwischen sei die Luft wieder deutlich sauberer geworden, sagte die Sprecherin. Bei sehr schlechter Luftqualität empfiehlt das Umweltbundesamt, auf körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien zu verzichten. Kurzzeitig erhöhte Werte seien für gesunde Menschen allerdings unbedenklich.

Der EU-Grenzwert darf höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Wird dieser Wert häufiger erreicht, müssen Behörden prüfen, mit welchen Maßnahmen sich die Luftqualität verbessern lässt. Dazu können etwa Verkehrs- oder Umweltmaßnahmen gehören.

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