FIFA: Mehr rassistische Kommentare bei der WM
Die FIFA bemüht sich, Beleidigungen in sozialen Netzwerken von Fußballern und Teams fernzuhalten, insbesondere rassistischer Art. Die Aufgabe ist herausfordernder als bei der vergangenen WM.
Die FIFA bemüht sich, Online-Missbrauch durch Beleidigungen einzudämmen. (Illustration)Tom Weller/dpa
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Rassistische Kommentare während der Fußball-WM haben nach Angaben der FIFA in den sozialen Medien stark zugenommen. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien auf eine Art rassistisch, teilte der Fußball-Weltverband unter Verweis auf erhobene Daten mit. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Den Angaben zufolge wurden 1.000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Die FIFA beruft sich dabei auf den Social Media Protection Service (SMPS), der die Accounts von an der WM teilnehmenden Teams, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern scannt und beleidigende Kommentare unsichtbar macht. So sollen die Akteure vor den Auswirkungen der Beleidigungen geschützt werden.
Niederländische Fehlschützen rassistisch beleidigt
Nach ihren Fehlversuchen im Elfmeterschießen waren etwa die drei niederländischen Profis Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville in den sozialen Medien zum Teil rassistisch beleidigt worden. Das Trio schloss deshalb die Kommentarfunktionen in den jeweiligen Accounts. Der niederländische Verband KNVB verurteilte die Beleidigungen und rief dazu auf, entsprechende Beiträge zu melden.
„Fußball bringt Millionen verschiedene Menschen zusammen und Diskriminierung sorgt für das Gegenteil. Das widerspricht also allem, wofür der Fußball steht“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbands. Die Niederlande waren im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen an Marokko gescheitert.