dpa

Ex-CDU-Landesministerin Feußner fordert Schulze-Rücktritt

Deutliche Niederlage für die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Nun werden bereits personelle Konsequenzen an der Spitze der Landespartei gefordert.

Von dpa

06.09.2026

Ex-Bildungsministerin Eva Feußner. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ex-Bildungsministerin Eva Feußner. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nach der deutlichen Niederlage ihrer Partei bei der Sachsen-Anhalt-Wahl hat die CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner den Rücktritt von Landesparteichef Sven Schulze gefordert.

„Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders“, sagte die ehemalige Landesbildungsministerin dem „Stern“. „Das wird auch die Parteibasis so wollen“, sagte Feußner der Deutschen Presse-Agentur.

Sie erwarte, dass Schulze das einsehe. „Wenn man so einen personalisierten Wahlkampf führt, muss man auch selbst die Konsequenzen tragen.“ Sollte Schulze nicht zurücktreten, „wird es wahrscheinlich von der Partei selbst kommen“, sagte die Ex-Bildungsministerin der dpa. Es müsse einen Neuanfang geben. „Ansonsten kommen wir aus diesem Tal nicht wieder richtig raus.“

Feußner warnte zugleich davor, aus dem Ergebnis einen Regierungsauftrag abzuleiten. „Wenn es irgendeine Form der Zusammenarbeit mit der Linkspartei gibt, treten bei mir ganze Ortsverbände geschlossen aus“, sagte sie. Schulze, der amtierende Ministerpräsident, hatte die CDU als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt.