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Eralp: Vergesellschaftung braucht einige Zeit

Ein eigenes Landesamt soll nach den Vorstellungen der Linken in Berlin gegen illegale Mieterhöhungen vorgehen. Warum für die Spitzenkandidatin der Wohnungsmarkt auch privat problematisch ist.

Von dpa

08.09.2026

Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. (Archivbild)Carsten Koall/dpa

Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. (Archivbild)Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat eingeräumt, dass die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen in Berlin nicht auf die Schnelle möglich sei. „Es ist klar, dass die Vergesellschaftung einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, sagte Eralp am Abend in der RBB-Interviewsendung „Ihr Plan für Berlin“. „Mir geht es darum, ab Tag eins daran zu arbeiten.“

Es gehe „wirklich nur um die ganz großen Immobilienkonzerne, die mehr als 3.000 Wohnungen haben“, sagte Eralp. „Es ist nie darum gegangen, jetzt neuen Wohnraum damit zu schaffen, sondern Wohnraum bezahlbar zu halten“, so die Linke-Politikerin, die gerne Regierende Bürgermeisterin werden würde.

„Wenn wir als Stadt Berlin mehr Einfluss haben auf den Mietmarkt, weil mehr Wohnungen der Stadt gehören, dann können wir die Mietpreise sehr stark beeinflussen“, erklärte sie. „Und das ist unser Ziel.“ Vergesellschaftung sei außerdem nicht das einzige Mittel, auf das die Linke setze, um den Wohnungsmarkt zu regulieren. 

Neues Landesamt soll illegale Mieterhöhungen verhindern

Die Linke sei für einen Mietendeckel bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen, wolle aber auch für Recht und Ordnung auf dem Mietmarkt sorgen und gegen illegale Mieterhöhungen vorgehen. 

Eralp wies auf große Wohnungsunternehmen hin, die immer auffällig würden, weil sie illegal die Mieten erhöhten. „Da brauchen wir ein Landesamt für Mieterschutz, das dagegen vorgeht“, sagte Eralp. Das gelte beispielsweise auch für illegale Ferienwohnungen.

Die Linken-Politikerin erzählte im Interview, sie suche selbst seit Jahren eine neue Wohnung in Berlin. „Ich bin noch nicht fündig geworden.“ Auf die Frage nach der Miethöhe antwortete sie: „1.500 Euro kann ich bezahlen - so in der Art. Das ist schon eine Menge. Viele Menschen in Berlin können sich das nicht leisten. Aber auch das ist schon schwierig aktuell auf dem Wohnungsmarkt.“

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