Drese: Grippeimpfung kann nicht nur vor Grippe schützen
Das Wetter wird ungemütlicher, und die Erkältungssaison steht bevor. Eine Grippeimpfung kann schützen. Laut Experten in bestimmten Fällen nicht nur vor der Grippe.
Eine Impfung gegen Grippe kann nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern nicht nur vor Grippe selbst schützen. (Symbolbild)Katharina Kausche/dpa
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Noch rollt die Grippewelle zwar nicht. Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin, Stefanie Drese (SPD), mahnt aber, eine mögliche Impfung nicht aufzuschieben. „Warten Sie nicht, bis die Grippewelle da ist. Prüfen Sie Ihren Impfschutz und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt“, rät die Politikerin. „Ein kleiner Piks kann mehr bewirken, als viele denken.“
Da sich der Impfschutz erst nach etwa 10 bis 14 Tagen aufbaut, ist eine Impfung nach Angaben des Ministeriums im Oktober oder November sinnvoll. Auch später könne sie während einer laufenden Grippewelle noch einen Nutzen haben.
Besonders empfohlen werde die jährliche Grippeschutzimpfung Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie Menschen mit erhöhtem beruflichem Infektionsrisiko, etwa im Gesundheits- und Pflegebereich.
Menschen mit Herzproblemen können profitieren
„Viele denken bei der Grippeimpfung zuerst an Husten, Fieber und ein paar Tage im Bett“, so Drese. Laut Ministerium zeigen wissenschaftliche Studien aber, dass die Grippeimpfung auch das Risiko für Herzinfarkte und andere schwere Herz-Kreislauf-Komplikationen senken kann. Besonders profitieren könnten Menschen mit koronarer Herzkrankheit, nach einem Herzinfarkt oder mit Herzschwäche.
Bei einer Grippeinfektion löse das Immunsystem starke Entzündungsreaktionen aus, erklärte das Ministerium. Diese könnten auch Herz und Blutgefäße belasten, bestehende Gefäßablagerungen destabilisieren und die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. Eine Impfung kann demnach helfen, diese zusätzlichen Risiken zu reduzieren.