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Deutlich mehr Waldbrände – Gohrischheide besonders betroffen

Im vergangenen Jahr verbrannte in Deutschland besonders viel Wald - das ging im Wesentlichen auf einen einzigen Brand in Sachsen zurück.

Von dpa

30.06.2026

In der Gohrischheide sind im vergangenen Jahr Hunderte Hektar Wald abgebrannt. (Archivbild) Robert Michael/dpa

In der Gohrischheide sind im vergangenen Jahr Hunderte Hektar Wald abgebrannt. (Archivbild) Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

In Deutschland ist im vergangenen Jahr besonders viel Wald verbrannt: Die Fläche von insgesamt 2.626 Hektar entspreche etwa der Größe der Insel Norderney, teilte das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft in Bonn mit. Damit liege der Wert für 2025 um ein Vielfaches über dem langjährigen Mittel von 844 Hektar im Zeitraum von 1991 bis 2024.

Vor allem ein Großbrand in der sächsischen Gohrischheide Anfang Juli 2025 habe sich ausgewirkt - allein dort verbrannten 1.867 Hektar. Nur 1992, 2019 und 2022 war noch mehr Wald betroffen. 

Viele Brände vorsätzlich gelegt

Die Zahl der Brände lag mit 1.175 etwa im Schnitt der vergangenen Jahre; von 1991 bis 2024 waren es durchschnittlich 1.139 Feuer. Gegenüber 2024 verdoppelte sich die Zahl, allerdings war es damals besonders regnerisch und es gab vergleichsweise wenige Brände.

Jeder fünfte Brand im vergangenen Jahr wurde den Angaben zufolge vermutlich vorsätzlich gelegt. Zur Entwicklung in diesem Jahr konnte die Bundesanstalt noch keine Angaben machen. 

Erst am Wochenende brannte es in der Gohrischheide erneut, diesmal auf 16 Hektar. Mehr als 200 Einsatzkräfte hielten den Brand bei Temperaturen um 40 Grad in Schach. Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Teile des Naturschutzgebietes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz können von Feuerwehrkräften wegen der Explosionsgefahr nicht betreten werden.

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