Defekte Dichtung löste Ammoniakaustritt in Passau aus
Nach dem Ammoniakaustritt in der Eis-Arena in Passau steht die Ursache fest. Nach Angaben der Stadt war eine Zylinderkopfdichtung defekt. Auch der OB meldet sich zu Wort.
Die Polizei war vor Ort. (Symbolbild)Peter Kneffel/dpa
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Der Ammoniakaustritt in der Eis-Arena in Passau ist nach Angaben der Stadt durch eine defekte Zylinderkopfdichtung an einem Verdichter der Kühlanlage verursacht worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei vermutlich ein Materialfehler für den Defekt verantwortlich, teilte die Stadt mit.
Ein Mitarbeiter der Stadt hatte am Mittwochmittag Ammoniakgeruch in der Eis-Arena im Stadtteil Kohlbruck bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Vorsorglich wurden das angrenzende Erlebnisbad peb sowie das Messegelände geräumt, auf dem derzeit die Aufbauarbeiten für die Herbstdult laufen. Rund 70 Menschen mussten das Erlebnisbad verlassen. Verletzt wurde niemand.
Die Einsatzkräfte banden den ausgetretenen Gefahrstoff mit Wasser und pumpten das Gemisch anschließend in Tanks. Die Sperrungen konnten gegen 20.30 Uhr vollständig aufgehoben werden. Nach Angaben der Stadt fielen dabei rund 15.000 Liter Flüssigkeit an. Wie diese entsorgt werden, werde derzeit geklärt.
Regelmäßige Wartung der Anlage
Die Reparaturarbeiten an der Kälteanlage laufen unterdessen. Einer der beiden Verdichter, der nicht von dem Defekt betroffen war, wurde bereits am Mittwochabend wieder in Betrieb genommen, damit die begonnene Eisaufbereitung fortgesetzt werden konnte. Die Anlagen würden regelmäßig entsprechend den gesetzlichen Vorgaben geprüft und gewartet, zuletzt im Frühjahr.
Oberbürgermeister Andreas Rother (SPD) dankte den Einsatzkräften für die schnelle Gefahrenbeseitigung. Es sei ein Glück gewesen, dass der Ammoniakaustritt früh bemerkt worden und niemand zu Schaden gekommen sei.