Datenschützer prüfen KI-Kameras in Schwimmbädern
KI-Systeme können die Badeaufsicht bei der Erkennung von Notlagen unterstützen. Niedersachsens Datenschutzbehörde prüft nun, welche Daten dabei erfasst werden.
Zwei Mitarbeiter der Salztherme Lüneburg (Salü) stehen am Beckenrand. Seit 2021 nutzt das Salü ein Video-System mit dem Namen Angel Eye, das den Boden im Wellenbecken beobachtet. (Illustration)Philipp Schulze/dpa
© Philipp Schulze/dpa
Niedersachsens Datenschutzaufsicht prüft den Einsatz KI-gestützter Videoüberwachung in zehn Hallen- und Freibädern. Die Behörde untersucht zunächst, ob die Bäder solche Systeme nutzen und in welchem Umfang dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden, wie sie mitteilte. Ergebnisse will sie bis Ende des Jahres veröffentlichen.
Manche Systeme können anhand von Bewegungsmustern Menschen in Not erkennen und in solchen Fällen die Badeaufsicht alarmieren. „KI-unterstützte Überwachungssysteme können eine sinnvolle Ergänzung zur Badeaufsicht sein“, sagte der Landesdatenschutzbeauftragte Denis Lehmkemper. Die Videoüberwachung von Badegästen sei allerdings ein sensibler Bereich.
Die Behörde fragt die Betreiber unter anderem, welche Bilddaten ihre Systeme auswerten, wann und wo sie eingesetzt werden und wie die Daten von Badegästen und Beschäftigten geschützt werden. Die Rückmeldefrist für die Betreiber läuft noch.