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Bundesbehörden unterstützen Ermittlungen zu Hackerangriff

Millionen Dateien der Berliner Verwaltung wurden von Hackern im Internet veröffentlicht. Auch sensible Daten des Bundes wurden möglicherweise geleakt.

Von dpa

05.09.2026

Das Land Berlin hat bei den Ermittlungen den Hut auf, bekommt aber Unterstützung vom Bund. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

Das Land Berlin hat bei den Ermittlungen den Hut auf, bekommt aber Unterstützung vom Bund. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Bei den Ermittlungen zum Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung bekommt das Land Berlin Unterstützungen vom Bund. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) seien beteiligt, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf dpa-Anfrage mit. Die detaillierte Auswertung finde aktuell durch die zuständigen Sicherheitsbehörden des Landes Berlin statt.

„Im Gemeinsamen Cyberabwehrzentrum werden alle Erkenntnisse zusammengetragen und geteilt“, so der Sprecher. Die Gruppierung Rhysida, die für den Leak verantwortlich gemacht wird, sei den Sicherheitsbehörden bekannt und seit Mitte 2021 aktiv. „Sie gilt grundsätzlich als kriminell und finanziell motiviert.“

Daten wurden am Freitag im Darknet veröffentlicht

Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung wurden am Freitag rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Die kriminelle Hackergruppe Rhysida hatte die Daten Mitte August unbemerkt abgezogen und ein Lösegeld von 30 Bitcoin – umgerechnet rund zwei Millionen Euro - gefordert. Der Senat zahlte das Lösegeld nicht.

Ein Regierungssprecher sagte, die Bundesregierung verfolge die Informationen und Ermittlungen zum Datenabfluss genau. Die beteiligten Behörden glichen ihre Informationen kontinuierlich ab. „Nach der Analyse potentieller Sicherheitsrisiken werden entsprechende Maßnahmen zur Wahrung der militärischen Sicherheit eingeleitet. Datensysteme des Bundes sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen“, so der Sprecher.