Bürgerrechtler positionieren sich gegen AfD und BSW
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht auch unter dem Vorzeichen einer Verklärung der DDR - etwa durch Wahlkampf mit Trabi und Simson. Bürgerrechtler aber warnen vor einer neuen Diktatur.
Der mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnete Wolfgang Templin warnt vor einer Wahl von AfD und BSW in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild) picture alliance / dpa
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Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben bekannte Mitglieder der früheren Bürgerrechtsbewegung in der DDR vor der Wahl von AfD und BSW gewarnt. Deutschland dürfe sich nicht 37 Jahre nach der Wende wieder in eine neue Diktatur verwandeln, heißt es in einem Aufruf. „Das gilt besonders auch für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, wo die Wählerinnen und Wähler weder AfD noch BSW, sondern eine demokratische Partei wählen sollten.“
Unterzeichnet haben die Erklärung unter anderem die bekannten Bürgerrechtler Martin Böttger, Ulrike Poppe, Wolfgang Templin und die heute auf Rügen lebende Katrin Eigenfeld.
Scharfe Kritik übten die Verfasser an der avisierten Zusammenarbeit von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt, nach dem Sieg der Rechtspopulisten bei der Landtagswahl. Die Bürgerrechtler warfen dem BSW diesbezüglich Lüge vor. Sie behaupteten, Antifaschisten zu sein, würden aber Rechtsextremisten an die Macht helfen, warnten sie. Zudem widerspreche ihre Unterstützung für das kriegführende Russland ihrem Image als Friedenspartei.
In Mecklenburg-Vorpommern sind am 20. September Landtagswahlen. In Umfragen führt die AfD vor der SPD. Das BSW käme nach aktuellen Wahlbefragungen nicht in den Landtag.