Berlin und Brandenburg suchen Drohnen-Testgelände
Brandenburg und Berlin wollen Flächen für Drohnen-Tests prüfen. Denkbar seien ehemalige Truppenübungsplätze oder der ehemalige Flughafen Tegel, sagten die Regierungschefs der Länder kurz vor der ILA.
Woidke steuerte vor Beginn der ILA schon mal eine Drohne.Sebastian Gollnow/dpa
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Brandenburg könnte Unternehmen Flächen für die Erprobung von Drohnen und anderen Fluggeräten bereitstellen. „Wir haben große ehemalige Truppenübungsplätze, wir haben auch ehemalige Militärliegenschaften, die sich für so etwas eignen können“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf der Fläche der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) am Rande des Flughafens Berlin-Brandenburg. Das Land sei gern behilflich beim Kontakt zwischen Eigentümern und Unternehmen.
Berlin könne sich für Tests von Fluggeräten etwa den ehemaligen Flughafen Tegel vorstellen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) vor der Eröffnung der ILA. „Aber wir werden das gemeinsam aussuchen, gemeinsam mit Brandenburg, was die Standortfragen angeht.“ Zugleich brachte er einen möglichen DefTech-Campus in Tegel ins Gespräch. Dort gebe es ausreichend Platz. Defense Technology beschreibt Technologien, die für Verteidigungs- und Sicherheitszwecke entwickelt werden.
Drohnentechnologie als „Bedrohung unseres täglichen Lebens“
„Drohnentechnologie ist eine Bedrohung unseres täglichen Lebens“, sagte Woidke und verwies etwa auf das Schließen von Flughäfen wegen Drohnensichtungen. Dieser Entwicklung technologisch etwas entgegensetzen zu können, um Drohnen etwa abfangen zu können, sei dringend notwendig.
Die ILA findet alle zwei Jahre in Berlin statt und zeigt Flugzeuge, Drohnen und militärisches Gerät. In diesem Jahr gibt es rund 750 Aussteller aus 37 Ländern. Die Messe lässt sich in die drei Bereiche Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigungstechnik aufteilen und versteht sich auch als politisches Forum für Europas Luft- und Raumfahrt. Ausgerichtet wird die ILA vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und der Messe Berlin.