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Bauern klagen über Preissprung bei Diesel und Dünger

Für Landwirte hat die Feldarbeit gerade begonnen. Da kommen Preissteigerungen seit Beginn des Iran-Kriegs zur Unzeit. Diesel und Dünger können für Bauern zum Kostenproblem werden.

Von dpa

07.03.2026

Für die Landwirte beginnt die Frühjahrsarbeit auf den Feldern. (Symbolbild) Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Für die Landwirte beginnt die Frühjahrsarbeit auf den Feldern. (Symbolbild) Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

© Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Auch die Landwirtschaft bekommt nach Aussagen von Branchenverbänden Folgen des Iran-Kriegs zu spüren: Bauern beklagen gestiegene Preise für Dünger und Diesel. Im März hat vielerorts in Deutschland die Feldarbeit in der Landwirtschaft begonnen.

„Gerade jetzt für die Frühjahrsbestellung sind die sprunghaften Preissteigerungen beim Diesel besonders schmerzhaft, auch die Preise für Dünger schießen nach oben“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der dpa. „Diese Kostensteigerungen können von der Landwirtschaft schlichtweg nicht getragen werden. Wir brauchen zwingend höhere Preise für unsere Produkte.“ Von März bis Juni wird laut Bauernverband bis zu einem Drittel des Jahresverbrauches an Diesel benötigt.

Bauernpräsident in Brandenburg: Preissprung von 25 Prozent

Der brandenburgische Bauernpräsident Henrik Wendorff sagte der dpa, der Preis für Agrardiesel im Großhandel sei im Vergleich zum Preis vor zwei Wochen um 25 Prozent gestiegen. Das seien etwa 30 Euro mehr für 100 Liter.

 „Mit den Preisen, die derzeit im Tagesgeschäft gehandelt werden, ist die Rentabilität nicht darzustellen“, meinte Wendorff. Nicht jeder Landwirt habe sich bereits im vergangenen Jahr einen ausreichenden Diesel-Vorrat zugelegt, weil dies immer auch Liquidität binde. Er kritisierte zudem, dass Dieselpreise in Europa unterschiedlich stark stiegen.

Der Iran-Krieg sorgt für steigende Öl-, Sprit und Gaspreise. Es wurden Rufe nach dem Kartellamt laut, um Preisausschläge zu regulieren.