Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer
Eine Serie von Brandanschlägen auf Autos im Umfeld von Berliner Gefängnissen sorgte für Aufsehen. Mehrfach wurden Fahrzeuge von Vollzugsbeamten beschädigt. Die Ermittlungen führen ins Clan-Milieu.
Bei den angeklagten Taten wurden 21 Autos und 2 Motorräder beschädigt. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa
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Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgericht Berlin. Die Angeklagten im Alter von 23 bis 28 Jahren, darunter Mitglieder einer bekannten arabischen Großfamilie, sollen Autos in Brand gesetzt beziehungsweise Versuche unternommen oder zu Brandstiftungen angestiftet haben. Bei den Taten zwischen März und Juni 2024 in Berlin und im brandenburgischen Großbeeren seien insgesamt 21 Autos und zwei Motorräder beschädigt worden.
Die erste Tat am 16. März 2024 richtete sich nach den Ermittlungen gezielt gegen das Fahrzeug eines Mitarbeiters des Gefängnisses Heidering. Den Auftrag soll der 28-jährige Angeklagte als Insasse der Haftanstalt erteilt haben. Der Beamte habe am Tag zuvor in dem Haftraum des Clan-Mitglieds ein illegales Mobiltelefon beschlagnahmt. Ein 23-jähriger Angeklagter soll versucht haben, den Wagen anzuzünden.
Der 23-Jährige soll für drei weitere Brandstiftungen verantwortlich sein. In einem Fall soll er nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit einem mitangeklagten Angehörigen des 28-Jährigen am Abend des 23. April 2024 neun Fahrzeuge vor der Haftanstalt Heidering in Brand gesetzt haben. Dem vierten Angeklagten wird vorgeworfen, entweder zu einer Tat am 27. Juni 2024 angestiftet oder eine Anzeige über den geplanten Brandanschlag unterlassen zu haben. Für den Prozess sind bislang acht Tage terminiert.