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Auswärts daheim: Magdeburgs Michel erlebt perfekten Pokaltag

Magdeburgs Falko Michel trifft erstmals doppelt in seiner Profikarriere – noch dazu in seiner alten Heimat. Trainer Sander kritisiert nach dem 4:0-Pokalsieg in Bahlingen vor allem eine Sache scharf.

Von David Joram, dpa

24.08.2026

War stets präsent: Magdeburgs Falko Michel (r) in der alten Heimat.Philipp von Ditfurth/dpa

War stets präsent: Magdeburgs Falko Michel (r) in der alten Heimat.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Falko Michel war der gefragteste Mann im Bahlinger Kaiserstuhlstadion. Zahlreiche Interviews musste der Magdeburger Fußballprofi nach dem 4:0 (3:0) in der ersten Runde des DFB-Pokals in seiner alten Heimat geben. Geduldig spulte er das Programm ab, während vor den Kabinen viele junge Autogrammjäger dem Spieler des Spiels auflauerten. „Ein sehr schöner Tag“, resümierte Michel glücklich, „viele Familienangehörige waren da, meine ganzen Freunde. Und dann noch zwei Tore, ist natürlich perfekt“.

Über 20 Tickets habe er für Freunde und Familie besorgen müssen, erzählte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler. Sie sahen den ersten Doppelpack in Michels Profikarriere. Das 2:0 erzielte er nach einer Flanke von Baris Atik präzise per Kopf, beim 4:0 profitierte er von der starken Vorarbeit von Tobias Müller. Beste Strafraum-Qualität war das, ungeplant zwar laut Michel, aber: „Ich bin froh, dass es sich dann am Ende auch so ergeben hat.“

Michel: „Wusste, dass sie auch gute Zocker haben“

Aufgewachsen ist Michel im beschaulichen Achkarren am Kaiserstuhl, 15 Kilometer entfernt von Bahlingen, wo er schon mit seinen Jugendteams oft gastierte. Mit einigen Kickern aus dem aktuellen Bahlinger Kader habe er im Nachwuchs des SC Freiburg sogar zusammengespielt. Der offensiv forsche Bahlinger Vortrag überraschte ihn deshalb nicht. „Ich wusste, dass sie auch gute Zocker haben“, lobte Michel.

Kam mit den Platzverhältnissen gut zurecht: Falko Michel (M).Philipp von Ditfurth/dpa

Kam mit den Platzverhältnissen gut zurecht: Falko Michel (M).Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Dass der gebürtige Südbadener über die weiteren Stationen VfB Stuttgart II und Borussia Dortmund II den Weg nach Magdeburg fand, freut besonders Petrik Sander. „Er ist extrem wichtig für uns als Stabilisator. Wenn er seine Aufgaben erfüllt, dann sieht man, dass er wirklich heraussticht“, lobte der FCM-Trainer. Michel habe nach dem 1:6 zum Zweitliga-Auftakt gegen Braunschweig eine Reaktion gezeigt.

„Wenn er dann noch dazu diese Torgefahr entwickelt, was ihm ja auch so ein bisschen abgegangen ist in der vergangenen Saison, scheint er auf einem guten Weg zu sein“, meinte Sander weiter. Das mit den Toren war Michels Ding bislang nicht, in Bahlingen erzielte er im 58. Pflichtspiel für die Magdeburger seine Treffer zwei und drei.

Sander: „Muss man einfach so klipp und klar sagen“

„Man sieht auch bei solchen Bedingungen, wer Fußball spielen kann“, sagte Sander mit Blick auf Michel und den Bahlinger Rasen. Den holprigen Platz kritisierte der 65-Jährige scharf. „Wir wollten Fußball spielen, sie wollten Fußball spielen, es gab nur einen, der das nicht zugelassen hat, und das war der Platz. Das muss man einfach so klipp und klar sagen.“

Er sei schon eine ganze Weile dabei, „aber ich habe das so in dieser Dimension noch nicht mitbekommen, noch nicht so erlebt“, sagte Sander weiter. „Wenn ich Fußball spielen will, brauche ich einen vernünftigen Untergrund. Das ist kein guter Untergrund.“ 

Seiner Meinung nach genüge der Rasen nicht den Ansprüchen an eine erste Runde im DFB-Pokal. Weil neben Michel auch Torjäger Mateusz Zukowski doppelt traf, kam der FCM dennoch mühelos eine Runde weiter. Michel sah es pragmatisch: „Als wir jünger waren, haben wir schon alle auf solchen Plätzen gespielt.“

Kritik am Greenkeeper: FCM-Coach Petrik Sander.Philipp von Ditfurth/dpa

Kritik am Greenkeeper: FCM-Coach Petrik Sander.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Etwas holprig: der Rasen im Bahlinger Kaiserstuhlstadion.Philipp von Ditfurth/dpa

Etwas holprig: der Rasen im Bahlinger Kaiserstuhlstadion.Philipp von Ditfurth/dpa

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