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Angriff auf AfD-Infostand in Köpenick

Die Parteien berichten von Beleidigungen und Beschimpfungen, aber auch von Angriffen. Im Wahlkampf nimmt das erfahrungsgemäß zu.

Von dpa

18.04.2026

Personen nehmen am Parteitag der AfD Berlin mit Wahl der Landesliste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa

Personen nehmen am Parteitag der AfD Berlin mit Wahl der Landesliste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Bei einem Wahlkampfeinsatz in Köpenick ist es an einem AfD-Infostand zu einem Zwischenfall gekommen. Dabei zog sich ein 19-jähriger Wahlkämpfer nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Partei bei einem Gerangel leichte Schürfwunden zu. Zuvor habe ein alkoholisierter Mann versucht, eine Fahne vom Stand zu stehlen, teilte ein AfD-Sprecher mit. 

Die Polizei sei schnell vor Ort gewesen und habe den Mann vorläufig festgenommen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin ereignete sich der Vorfall gegen 12.00 Uhr. Eine Atemalkoholprobe bei dem 32 Jahre alten Mann habe einen Wert von etwa 2,2 Promille ergeben. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung und Diebstahls ermittelt, wie es hieß.

Ermittlungen zu früheren Angriffen 

Bereits am Karsamstag war es bei der AfD zu einem Zwischenfall gekommen: Nach Parteiangaben schüttete ein Unbekannter eine Cola-Dose über einen Infostand in der Wilmersdorfer Straße. Als der Abgeordnete Marc Vallendar ihn davon habe abhalten wollen, habe ihm der Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann sei er geflüchtet, Vallendar habe Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.

Wenige Tage später wurde SPD-Politiker Steffen Krach am 7. April bei einem Wahlkampfauftritt in Berlin-Steglitz bedroht. Der politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) ermittelt gegen einen 61-jährigen Mann wegen Verdachts der Bedrohung und der Körperverletzung. 

Auch andere Parteien werden vor allem im Wahlkampf immer wieder Ziel von Angriffen und Sachbeschädigungen. Die Politikerinnen und Politiker berichten von einem zunehmend raueren Ton und einer Zunahme von Beleidigungen. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt.

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