A29 und Bahnstrecke nach Blindgängerfund gesperrt
Nach dem Fund eines Kampfmittels auf einer Windpark-Baustelle in Friesland müssen Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Es gibt für sie eine Notunterkunft.
Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rückten an, um den Blindgänger unschädlich zu machen. (Symbolbild)Moritz Frankenberg/dpa
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Auf einer Windpark-Baustelle bei Bockhorn im Landkreis Friesland ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Anwohnerinnen und Anwohner in den Gemeinden Bockhorn und Zetel sollten im Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort ihre Wohnungen verlassen, wie die Polizei mitteilte. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückte an.
Weil der Fundort auch in der Nähe der Autobahn 29 (Wilhelmshaven - Oldenburg) und einer Bahnstrecke liegt, ist auch der Verkehr dort betroffen. Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn gesperrt. Da es zu Verkehrsbehinderungen kam, empfahl die Polizei, den Bereich großräumig zu umfahren. Der Bahnverkehr zwischen Varel und Sande wurde nach Angaben der Beamten vorübergehend eingestellt.
Welche Art Kampfmittel gefunden wurde, war zunächst unklar. Die „Nordwest-Zeitung“ berichtete, es handele sich um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe. Demnach prüfe der Kampfmittelbeseitigungsdienst nach Angaben der Gemeinde Bockhorn, wie der Blindgänger unschädlich gemacht werden könne, hieß es.
Die Gemeinde Bockhorn teilte mit, für Betroffene der Evakuierung eine Notunterkunft im Rathaus einzurichten. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.