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51 verlorene Fischereigeräte am Ostseegrund gefunden

Mit Sonar, Taucheinsätzen und gezielter Bergung suchten Teams den Grund der schleswig-holsteinischen Ostsee ab - auf einer Fläche, die so groß ist wie etwa 5.300 Fußballfelder.

Von dpa

04.08.2026

„Jedes Netz, was im Wasser verloren geht, ist eins zu viel“, sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg. (Archivbild)Markus Scholz/dpa

„Jedes Netz, was im Wasser verloren geht, ist eins zu viel“, sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg. (Archivbild)Markus Scholz/dpa

© Markus Scholz/dpa

Auf dem Grund der Ostsee sind im Rahmen eines Pilotprojektes 51 verlorene Fischereigeräte gefunden worden. Dabei wurde eine Fläche von rund 38 Quadratkilometern - etwa die Größe von 5.300 Fußballfeldern - vor allem in der Lübecker Bucht, der Flensburger Förde und der Kieler Bucht durchsucht, wie die Schleswig-Holsteinischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt mitteilten. Insgesamt fanden die Teams 39 Stellnetzfragmente, elf Aalröhren-Leinen und eine Reuse. 

„Jedes Netz, was im Wasser verloren geht, ist eins zu viel“, sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) bei einer Pressekonferenz in Kiel. Allerdings seien bei dem Projekt etwas weniger Fischereinetze gefunden worden als zunächst vermutet. Zudem habe jeder Fischer und jede Fischerin ein Interesse, die Netze zu behalten und so wenig wie möglich zu verlieren - allein aus wirtschaftlichem Interesse.

Bisher wurden den Angaben der Ministerien nach 41 der verloren gegangenen Fischereigeräte geborgen. Eine Kombination aus Sonarkartierung, Taucheinsätzen und gezielter Bergung führte demnach zum Erfolg. Taucherinnen und Taucher überprüften dabei 185 Verdachtspunkte. Meist stießen sie dabei nicht auf verlorene Fischereigeräte, sondern etwa auf Metallschrott, Holz-, Beton- oder Munitionsreste. Das Projekt konzentrierte sich dabei auf Gebiete mit traditionell hoher fischereilicher Aktivität.