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110 Millionen Euro für 600 Projekte in Bayern

Jedes Jahr dürfen die Regierungsfraktionen über einen gewissen Betrag verfügen. In diesem Jahr haben CSU und Freie Wähler eine besonders lange Liste von Empfängern ausgesucht.

Von dpa

11.03.2026

In Bayern gibt es viele sehenswerte Kirchen - doch ihr Erhalt ist arbeits- und kostenintensiv. (Symbolbild)picture alliance / dpa

In Bayern gibt es viele sehenswerte Kirchen - doch ihr Erhalt ist arbeits- und kostenintensiv. (Symbolbild)picture alliance / dpa

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CSU und Freie Wähler wollen im laufenden Haushaltsjahr rund 110 Millionen Euro für regionale Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Wissenschaft, Museen und zur Stärkung des ländlichen Raums investieren. Dies teilten die Regierungsfraktionen in München mit. Die sogenannten Fraktionsinitiativen stammen aus dem Doppelhaushalt 2026/2027 und können jedes Jahr von den Fraktionen in Eigenregie verplant werden. Kritiker sehen darin einen unlauteren Versuch der Abgeordnetem, in ihren jeweiligen Stimmkreisen mit Steuergeldern zu punkten. Im vergangenen Jahr wurden 90 Millionen Euro an rund 400 Projekte verteilt.

Rund 600 Projekte dürfen sich auf Geldsegen freuen

„Mit den heute vorgestellten Initiativen unserer Regierungsfraktionen stärken wir wichtige Bereiche im Alltag der Menschen. Rund 7,5 Millionen Euro fließen in den Gesundheits- und Pflegesektor sowie weitere 10 Millionen Euro in die Förderung von Jugend, Senioren und Inklusion“, sagte Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl. 

Rund 600 Projekte würden mit dem Geld neuen Rückenwind erfahren, betonte CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek. Besonders wichtig sei die junge Generation. „Mit einer Unterstützung für den Bayerischen Jugendring und einem eigenen Jugendbudget von zusammen 1,5 Millionen Euro schaffen wir neue Chancen und geben jungen Menschen Orientierung und Zuversicht.“

Alleine 8,6 Millionen Euro für Sanierung und Erhalt von Kirchen

Mit mehr als 30 Millionen Euro liege ein Schwerpunkt auf der Förderung von Kunst und Kultur, Museen und Wissenschaft, hieß es. Alleine rund 8,6 Millionen Euro sollen in die Sanierung und den Erhalt von Kirchen und historischen Gebäuden fließen, 550.000 Euro in die Fortsetzung der Grabungsarbeiten rund um die Sensationsfunde Danuvius Guggenmosi und Buronius in der Tongrube „Hammerschmiede“ im Landkreis Ostallgäu. 

110.000 Euro sind für eine Untersuchung zu den Passionsspielen Oberammergau, die 2034 ihr 400-jähriges Bestehen feiern, vorgesehen, weitere 280.000 Euro gehen an das Projekt Alpenakademie. Ziel sei ein nachhaltiges Bildungsangebot für Schüler und Erwachsene. Auch innovative Forschung werde gefördert, etwa 700.000 Euro für eine Kooperation der Universität Regensburg und TU München zur Bekämpfung multiresistenter Keime.