Handball

Weil Dänemark patzt: Deutsche Handballer nun gegen Portugal

Weil die favorisierten Dänen verlieren, starten die deutschen Handballer am Donnerstag gegen Portugal in die EM-Hauptrunde. Dabei kann die DHB-Auswahl eine offene Rechnung aus dem Vorjahr begleichen.

Von dpa

20.01.2026

Portugal und Dänemark gehören zu den deutschen Gegnern in der EM-Hauptrunde.Sina Schuldt/dpa

Portugal und Dänemark gehören zu den deutschen Gegnern in der EM-Hauptrunde.Sina Schuldt/dpa

© Sina Schuldt/dpa

EM-Schock für Topfavorit Dänemark: Der Weltmeister und Olympiasieger hat zum Abschluss der Vorrunde eine überraschende 29:31 (11:12)-Pleite gegen Portugal kassiert. Der WM-Vierte sicherte sich dank des Erfolges den Sieg in der Gruppe B und ist in der Hauptrunde nun erster Gegner der deutschen Handballer.

Die DHB-Auswahl kann somit am Donnerstag gleich zum Auftakt der zweiten Turnierphase Revanche nehmen für die bittere Niederlage im WM-Viertelfinale 2025. Durch das 30:31 nach Verlängerung hatte Deutschland damals seine Medaillenchance eingebüßt.

Die weiteren deutschen Gegner in der Hauptrunde sind Norwegen am Samstag, Dänemark am Montag und zum Abschluss Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch nächster Woche. Die Franzosen nehmen wie das DHB-Team und Portugal 2:0 Punkte aus der Vorrunde mit.

Dänemark offenbart erstaunliche Probleme

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen von Herning hatte der EM-Gastgeber um Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin gegen Portugal von Beginn an mehr Mühe als erwartet. „Es tut verdammt weh und ist eine riesige Enttäuschung“, sagte der Star vom deutschen Meister Füchse Berlin.

Die Südeuropäer stellten die Dänen, die auf ihren schwer verletzten Kreisläufer Lukas Jörgensen (Kreuzbandriss) vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt verzichten mussten, vor erhebliche Probleme. Fünf Minuten vor der Pause führte Portugal beim 12:9 erstmals mit drei Toren.

Mathias Gidsel konnte Dänemarks Niederlage gegen Portugal nicht verhindern.Sina Schuldt/dpa

Mathias Gidsel konnte Dänemarks Niederlage gegen Portugal nicht verhindern.Sina Schuldt/dpa

© Sina Schuldt/dpa

Auch nach dem Wechsel blieb es ein enges und umkämpftes Match, in dem der Favorit ungewohnte Schwächen beim Abschluss zeigte. „Die Leistung war nicht gut genug. Es waren nur 80 Prozent. Das können wir nicht akzeptieren. Wir hatten im gesamten Spiel kein Momentum“, haderte Gidsel. 

Am Ende reichten auch acht Tore des Rückraumspielers nicht, um die unerwartete Niederlage noch abzuwenden. Somit geht Dänemark mit 0:2 Punkten in die Hauptrunde. „Wir haben nur noch Endspiele vor uns und dürfen keins davon verlieren“, appellierte Gidsel.

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