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Nach Supercup-Schlappe: BVB-Neuzugänge sorgen für Zuversicht

Vor heimischer Kulisse verliert Borussia Dortmund im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den starken FC Bayern. Trotz der ersten Enttäuschung der Saison zeigen besonders die neuen Spieler ihr Potenzial.

Von David Hammersen, dpa

23.08.2026

Sorgte bei seinem ersten Auftritt in Schwarz-Gelb direkt für Wirbel: Neuzugang Giannis Konstantelias (M).Bernd Thissen/dpa

Sorgte bei seinem ersten Auftritt in Schwarz-Gelb direkt für Wirbel: Neuzugang Giannis Konstantelias (M).Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Die Gefühle waren in Dortmund nach der Heimniederlage im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern gemischt. Nach der erneuten Machtdemonstration der Rivalen aus München zeigten sich die Dortmunder Verantwortlichen zunächst logischerweise enttäuscht. „Es überwiegt gerade klar die Enttäuschung“, sagte Dortmunds Sportdirektor Ole Book. „Wir hatten uns schon viel ausgerechnet heute, viel vorgenommen“.

Besonders die zweite Halbzeit der Dortmunder sorgte nach dem dominanten Auftritt des Double-Siegers im ersten Durchgang aber für Zuversicht vor der neuen Fußball-Saison. Das griechische Duo um die beiden Neuzugänge Konstantinos Karetsas und den nach der Pause eingewechselten Giannis Konstantelias stellten die Münchener Defensive durch ihr Tempo und ihren Zug zum Tor immer wieder vor Probleme.

Die Dortmunder Akteure waren nach der Auftaktniederlage gegen den FC Bayern enttäuscht. Bernd Thissen/dpa

Die Dortmunder Akteure waren nach der Auftaktniederlage gegen den FC Bayern enttäuscht. Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Kovac: „Gezeigt, warum wir sie verpflichtet haben“

Karetsas sorgte mit scharfen Hereingaben auf Stürmer Serhou Guirassy für mehrere gefährliche Situationen, Konstantelias leitete den 1:2-Anschlusstreffer durch Fabio Silva entscheidend ein. „Giannis hat es richtig gut gemacht. Das Tor, das er vorbereitet, ist schon richtig hohe Schule“, sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac. 

Neben den beiden griechischen Offensivkünstlern lobte der BVB-Trainer auch das Auftreten des Neuzugänge Joey Veerman im Zentrum und Joane Gadou in der Innenverteidigung. „Ich denke, dass alle vier Spieler heute gezeigt haben, warum wir sie verpflichtet haben“, sagte Kovac, fügte aber hinzu: „Man sieht auch, dass wir noch viel arbeiten können und viel arbeiten werden.“

Nachdem in der vergangenen Saison vermehrt Kritik an der zu defensiven Spielweise der Dortmunder geäußert wurde, gab das Zusammenspiel von Konstantelias und Karetsas in der zweiten Hälfte Hinweise auf einen stärkeren Offensivdrang der Dortmunder in der kommenden Saison. „Es hat schon gezeigt, dass wir, wenn wir nach vorn spielen, wenn wir mutig sind und wenn wir sauber im eigenen Ballbesitz sind, eine echt gute Mannschaft sind und gut Fußball spielen können“, sagte Sportdirektor Book. 

BVB will „unberechenbarer werden“

Kreativ zeigte sich BVB-Trainer Kovac in der ersten Halbzeit auch durch die Positionierung von Linksfuß Daniel Svensson auf der rechten Außenbahn und von Rechtsfuß Julian Ryerson auf der linken Außenbahn. „Wir wollen weiterhin flexibel sein, deswegen haben wir das heute probiert“, sagte Kovac. „Wir wollen da einfach unberechenbarer werden.“ 

Die Idee des Trainers wurde im ersten Durchgang beinahe von Erfolg gekrönt. Eine scharfe Hereingabe von der linken Seite durch Ryerson landete im Münchener Tor, wurde wegen einer Abseitsstellung aber vom Videoschiedsrichter wieder einkassiert. Zur zweiten Halbzeit wechselte Kovac die „spiegelverkehrten“ Außenspieler dann wieder zurück auf ihre angestammten Seiten. 

Bundesliga-Auftakt gegen den HSV 

Große Neuverpflichtungen wird es trotz der Heimniederlage gegen die Bayern aber wohl eher nicht mehr geben. „Jetzt geht es echt darum, mit der Mannschaft jeden Tag gut und hart zusammenzuarbeiten und dann an den Erfolgen auf die Art und Weise zu arbeiten“, sagte Book. „Ganz viele Transfers werden es aber nicht mehr werden.“

Zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison kommt es in Dortmund am kommenden Samstag (18.30 Uhr/ Sky) dann direkt zu einem echten Traditionsduell. Die Schwarz-Gelben empfangen den Hamburger SV.

BVB-Keeper Gregor Kobel musste zweimal hinter sich greifen.Bernd Thissen/dpa

BVB-Keeper Gregor Kobel musste zweimal hinter sich greifen.Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

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