Warnstreik im Nahverkehr vorbei - Bus und Bahn fahren wieder
Es geht für die meisten Fahrgäste am Morgen um den Weg zur Arbeit oder zur Schule. Nach einem besonders herausfordernden Wochenbeginn muss heute nicht improvisiert werden.
Busse und Bahnen fahren wieder. (Archivbild) Oliver Berg/dpa
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Der eintägige Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ist zu Ende: Mit Betriebsbeginn in der Nacht zu Dienstag können Busse, U-Bahnen und Stadtbahnen wieder fahren. Der Betrieb gehe wieder ganz normal los, hieß es etwa bei den Kölner Verkehrs-Betrieben KVB mit Blick auf das Ende des Warnstreiks. Ähnliches war auch bei der Gewerkschaft Verdi zu hören.
Betroffen waren nahezu alle großen kommunalen Nahverkehrsbetriebe in NRW wie etwa auch die Rheinbahn in Düsseldorf, DSW21 in Dortmund oder etwa der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster. Verdi NRW hatte für Montag in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. 12.000 Beschäftigte waren der Gewerkschaft zufolge dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen gefolgt. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.
Plakate an einer Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe wiesen auf den Warnstreik hin. Henning Kaiser/dpa
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Millionen Fahrgäste waren von dem eintägigen Warnstreik betroffen. Nur noch wenige Busse von Subunternehmen konnten in vielen Regionen fahren. Die bestreikten Verkehrsbetriebe verwiesen darauf, dass der Bahnverkehr mit Regionalzügen und S-Bahn-Linien nicht von dem Tarifkonflikt betroffen ist.
Volle Straßen
Auf den Straßen machte sich der Warnstreik nach Beobachtung des ADAC insbesondere in den Ballungsräumen bemerkbar. Zwar hätten sich die Zahl der Staus und die Staulänge am Morgen auf einem ähnlichen Niveau wie zu Vorwochenbeginn bewegt. Fahrer hätten aber länger im Stau gestanden.
Busse und Bahnen bleiben am Montag vielerorts in den Depots. Henning Kaiser/dpa
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Tarifkonflikt um Arbeitszeit
Die erste Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW blieb am 21. Januar ohne Ergebnis. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll steigen.
Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der kommunalen Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, sodass der Nahverkehr bereits jetzt attraktive Arbeitsplätze biete.