Wissenschaft

Nahverkehr-Warnstreiks in Duisburg und am Niederrhein

Im Nahverkehr von NRW geht die Warnstreikwelle in dieser Woche weiter. Nach Dortmund am Montag, Düsseldorf und anderen Städten wie Solingen am Dienstag plant Verdi neue Aktionen.

Von dpa

09.03.2026

Verdi ruft bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG und weiteren kommunalen Nahverkehrsbetrieben zu neuen Warnstreiks auf. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa

Verdi ruft bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG und weiteren kommunalen Nahverkehrsbetrieben zu neuen Warnstreiks auf. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

In Duisburg und mehreren Städten am Niederrhein müssen Fahrgäste an diesem Mittwoch (11. März) mit massiven Einschränkungen im kommunalen Nahverkehr rechnen. 

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der NIAG (Moers), der DVG (Duisburg), der SWK (Krefeld) sowie der NEW mobil in Viersen und Mönchengladbach zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf.

In den betroffenen Unternehmen werden nach Einschätzung von Verdi am Mittwoch von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. S-Bahnen und Regionalzügen sind nicht betroffen.
 

Das Verkehrsgebiet der NIAG umfasst vor allem die Kreise Kleve und Wesel sowie Teile der westlichen Stadtbezirke von Duisburg, wie aus einer Darstellung des Unternehmens hervorgeht. Einige Linien führten bis in die Niederlande. 

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt?

In der zweiten Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW hatte es am 3. März keine Einigung gegeben. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 auf mindestens 40 Prozent des Stundenentgelts steigen, fordert Verdi. 

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. Die Tarifverhandlungen werden am 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Die Warnstreikwelle im kommunalen Nahverkehr von NRW geht weiter. Am Dienstag wird unter anderem der Solinger Nahverkehr bestreikt. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

Die Warnstreikwelle im kommunalen Nahverkehr von NRW geht weiter. Am Dienstag wird unter anderem der Solinger Nahverkehr bestreikt. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa