Politik Inland

„XXL-Powerbank“ für Energieversorgung im Katastrophenfall

Gerade in Krisenzeiten ist die Versorgung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten mit Energie wichtig. Behörden in Westniedersachsen, NRW und den Niederlanden arbeiten bei dem Thema zusammen.

Von dpa

28.11.2025

Der Osnabrücker Polizeipräsident Friedo de Vries will im Katastrophenmanagement enger mit den Niederlanden und NRW zusammenarbeiten - ein Projekt stellt die Energieversorgung im Krisenfall in den Mittelpunkt. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

Der Osnabrücker Polizeipräsident Friedo de Vries will im Katastrophenmanagement enger mit den Niederlanden und NRW zusammenarbeiten - ein Projekt stellt die Energieversorgung im Krisenfall in den Mittelpunkt. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

© Friso Gentsch/dpa

Es ist eine „Powerbank im XXL-Format“ für Polizei, Katastrophenschutz und Rettungsdienste, an der deutsche und niederländische Partner in der Grenzregion arbeiten. Ziel des neuen EU-Projekts „Energy Storage Governance“ ist die Entwicklung eines Prototyps, der in Krisen- und Katastrophenlagen für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste die Stromversorgung im westlichen Niedersachsen, dem nördlichen Münsterland und in den benachbarten Niederlanden sicherstellen soll, teilte die Polizeidirektion Osnabrück mit.

Das System soll sicherstellen, dass etwa elektrische Einsatzfahrzeuge bei Großeinsätzen oder Stromausfällen mit Energie versorgt oder dass EDV- und Kommunikationssysteme auch in kritischen Lagen betrieben werden können. Im Bedarfsfall soll auch die Stromversorgung von Gebäuden wie Dienststellen oder Krankenhäusern sichergestellt werden.

Europäisches Pilotprojekt

Von dem Projekt sollen später auch andere Behörden und Sicherheitseinrichtungen in Europa profitieren, hieß es. Neben der technischen Umsetzung gehe es auch um den Aufbau einer gemeinsamen „Governance-Struktur“. Damit soll festgelegt werden, wie künftig Energieversorgung und Krisenmanagement auch über Organisations-, Landes- und Ländergrenzen hinweg koordiniert werden können. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert.

Beteiligt sind einem Sprecher der Polizeidirektion zufolge 14 Partner: Forschungseinrichtungen wie die Hochschule Osnabrück, das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in Münster und niederländische Hochschulen, aber auch Behörden wie die Kreispolizeibehörde Borken, die zentrale Polizeidirektion Hannover und verschiedene Sicherheitsbehörden auf niederländischer Seite. Die Federführung liegt bei der Polizeidirektion Osnabrück.

Umfangreicher Elektrofuhrpark war Auslöser

Den Anstoß für das Projekt habe der Umstand gegeben, dass die Polizeidirektion Osnabrück eine der ersten Polizeibehörden mit einem umfangreichen elektrischen Fuhrpark war. Daraus habe sich die Notwendigkeit ergeben, sich frühzeitig mit Fragen der Energieversorgung auseinanderzusetzen, hieß es.

Mit dem Projekt werde Krisenbewältigung globaler und vernetzter gedacht, und es bringe mehr Sicherheit für Bevölkerung in der Grenzregion, sagte der Osnabrücker Polizeipräsident Friedo de Vries.

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