Politik Inland

Weiter Warnstreiks an Unikliniken - Operationen fallen aus

An drei Unikliniken in NRW gehen die Warnstreiks mit Auswirkungen für viele Patientinnen und Patienten auch am Mittwoch weiter. Im Tarifkonflikt mit den Ländern will Verdi damit Druck machen.

Von dpa

14.01.2026

Auch am Mittwoch gingen die Warnstreiks in Köln, Bonn und Essen weiter. Federico Gambarini/dpa

Auch am Mittwoch gingen die Warnstreiks in Köln, Bonn und Essen weiter. Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

An den Unikliniken in Köln, Essen und Bonn sind die Warnstreiks im Tarifkonflikt mit den Ländern fortgesetzt worden. Sprecher der Gewerkschaft Verdi berichteten am Mittwochmorgen, an den drei Standorten sei der zweite Warnstreiktag angelaufen. Ein Sprecher der Kölner Uniklinik sagte, man erwarte „erneut deutliche Einschränkungen in der stationären wie ambulanten Patientenversorgung“.

Nach Angaben von Verdi können an den drei Universitätskliniken erneut Operationen nur in reduziertem Umfang stattfinden. Aufschiebbare Termine waren zuvor abgesagt, eine Notfallversorgung gesichert worden. Laut Kölner Uniklinik waren dort am Dienstag mehr als die Hälfte der Operationen verschoben worden.

NRW-weit hatten sich nach Angaben von Verdi am Dienstag mehr als 1.000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt. Für Mittwoch hatte Verdi hatte zudem an mehreren Hochschulen und Landeseinrichtungen zu Warnstreiks aufgerufen.

Gehalt von Pflegekräften oder auch Labormitarbeitern im Fokus

Die Gewerkschaft will in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen - vor der zweiten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag. Es geht an den Unikliniken um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und weitere Beschäftigte - nicht aber um die Bezahlung der Ärzte. 

Für die etwa 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab.

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