Politik Inland

Trump droht mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden

Kurz nach dem geplanten Beginn seiner Blockade der Straße von Hormus verschärft US-Präsident Trump seine Worte – und droht den iranischen Revolutionsgarden erneut.

Von dpa

13.04.2026

US-Präsident Trump droht der iranischen Revolutionsgarde mit dem Abschuss ihrer Boote.Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Trump droht der iranischen Revolutionsgarde mit dem Abschuss ihrer Boote.Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

© Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden auszuschalten, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße von Hormus nähern. Dabei werde das US-Militär genau so agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bislang seien die USA noch nicht gegen die „Schnellangriffsschiffe“ – so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden – vorgegangen, weil diese „nicht als nennenswerte Bedrohung“ erachtet worden seien.

Die USA hatten im Krieg nach eigenen Angaben einen Großteil der iranischen Marine zerstört. Zugleich verfügen die Revolutionsgarden über eine große Zahl kleiner, schneller Boote, die in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sein sollen.

Seit Herbst vergangenen Jahres versenkte das US-Regionalkommando Southcom im Pazifik und in der Karibik immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler und tötet dabei weit über 100 Menschen. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

Seeblockade sollte seit dem Nachmittag aktiv sein

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte angekündigt, am Montag ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge zu hindern. Betroffen seien Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel am Persischen Golf und am Golf von Oman.

Trump will mit der Seeblockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Das soll den Druck auf Teheran erhöhen: Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend ist die Straße von Hormus für das Land enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Papst setzt sich gegen Trump zur Wehr

Zum Auftakt einer Afrika-Reise wird Leo XIV. von einer Breitseite aus dem Weißen Haus überrascht. Ungewöhnlich ist auch sein Konter. Das Verhältnis zum US-Präsidenten gilt schon lange als gespannt.

Politik Inland

zur Merkliste

US-Seeblockade am Golf: Riskanter Schritt im Iran-Krieg

Mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten saßen zuletzt im Persischen Golf fest. Mit der von US-Präsident angekündigten Seeblockade droht eine neue Eskalation an der Straße von Hormus.