Politik Inland

Schüler soll Terroranschlag auf Kirche geplant haben

Ein 16-Jähriger wird als Terrorverdächtiger festgenommen. Der IS-Sympathisant soll schon ein Ziel in seiner Heimatstadt Hamm ausgekundschaftet haben.

Von dpa

21.07.2026

Ein 16-Jähriger soll einen Terroranschlag geplant haben. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Ein 16-Jähriger soll einen Terroranschlag geplant haben. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Ein 16-Jähriger soll für die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ (IS) einen Anschlag auf eine Kirche in Hamm geplant haben. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. Demnach wurde der Schüler aus Hamm bereits Anfang April festgenommen. Inzwischen habe ein Richter wegen einer psychiatrischen Erkrankung seine Unterbringung in einer Jugendforensik angeordnet. 

„Wir ermitteln unter anderem wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gegen den Beschuldigten“, sagte die Sprecherin der „Bild“-Zeitung. „Es besteht dringender Tatverdacht.“ Der Jugendliche soll bereits 2023 begonnen haben, sich islamistisch zu radikalisieren. „Er stand in Kontakt mit einer Person, die dem IS nahesteht.“ 

Schüler wollte ins IS-Gebiet reisen

Der Schüler habe ursprünglich ins IS-Gebiet reisen und sich dem bewaffneten Dschihad anschließen wollen. Ein Mittelsmann soll den Deutschen aber überredet haben, zunächst in seiner Heimatstadt einen Anschlag zu verüben. Nach Informationen der Zeitung soll er die Kirche einer unabhängigen christlichen Gemeinde als Ziel für einen Brandanschlag ausgekundschaftet haben. 

Bereits im März soll der Schüler versucht haben, einen Hochsitz mit einer Silvesterrakete anzuzünden - allerdings vergeblich. Ob es sich dabei um eine Art Vorbereitung auf den geplanten Anschlag handelte, werde noch ermittelt, teilte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft mit. 

15-jähriger Terrorverdächtiger in München angeklagt

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Fall in Bayern für Aufregung gesorgt. Dort soll ein 15-Jähriger einen Sprengsatzanschlag auf eine Synagoge geplant haben. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat den Jugendlichen unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt.

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