Politik Inland

Rhein will in die USA reisen - Jubiläum einer Partnerschaft

Hessens Regierungschef dringt in Zeiten von US-Präsident Trump darauf, die Gesprächskanäle in die USA offenzuhalten. Warum ist Hessen aus Boris Rheins Sicht Deutschlands „amerikanischstes Bundesland“?

Von dpa

05.01.2026

Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU) will 2026 in die USA fliegen.Helmut Fricke/dpa

Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU) will 2026 in die USA fliegen.Helmut Fricke/dpa

© Helmut Fricke/dpa

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will im Laufe des gerade begonnenen Jahres die USA besuchen. „2026 wird nicht nur Hessen 80 Jahre alt, was wir groß feiern wollen, sondern wir begehen auch das 50-Jahre-Jubiläum unserer Partnerschaft mit dem US-Bundesstaat Wisconsin“, sagte der Regierungschef im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in der Staatskanzlei in Wiesbaden. 

„Wir in Hessen haben eine besondere Beziehung zu den Vereinigten Staaten, wir sind das amerikanischste Bundesland in Deutschland, wir haben viele amerikanische Soldaten mit ihren Familien hier, in Frankfurt steht das weltweit größte US-Generalkonsulat“, ergänzte Rhein.

Der heutige US-Präsident Donald Trump hat 2024 auch in Hessens Partner-US-Bundesstaat Wisconsin Wahlkampf gemacht. (Archivbild)Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Der heutige US-Präsident Donald Trump hat 2024 auch in Hessens Partner-US-Bundesstaat Wisconsin Wahlkampf gemacht. (Archivbild)Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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Mit Blick auf den umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump sagte der hessische Ministerpräsident: „Wir sind Wertepartner, da spielt es praktisch kaum eine Rolle, wer in den USA regiert. Wir haben gemeinsame Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte.“ 

„Gesprächskanäle in die USA offenzuhalten“

Hessen habe nicht vergessen, „wie die Amerikaner uns in vielerlei Hinsicht nach dem Zweiten Weltkrieg und in jüngerer Vergangenheit unterstützt haben“. Deshalb sei es ihm „sehr wichtig, die Gesprächskanäle in die USA offenzuhalten, insbesondere auch dann, wenn die politischen Verhältnisse dort nicht so einfach sind“, sagte Rhein. 

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) spricht von einer besonderen Beziehung Hessens zu den USA.Helmut Fricke/dpa

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) spricht von einer besonderen Beziehung Hessens zu den USA.Helmut Fricke/dpa

© Helmut Fricke/dpa

Er finde es großartig, „dass wir bei wichtigen Anlässen mit Vertretern der USA oft die amerikanische Flagge hissen, beispielsweise auf dem Hessentag, und dann die amerikanische und die deutsche Nationalhymne singen“, ergänzte der Ministerpräsident. 

Er betonte auch die historischen Verbindungen: „Es war übrigens ein amerikanischer Befehl, auf den hin Hessen vor acht Jahrzehnten gegründet worden ist. Auch deswegen verbindet uns viel“, sagte Rhein.

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