Politik Inland

NRW-Innenminister verurteilt Ausschreitungen in Köln

Viele junge Menschen protestierten friedlich, später eskalierte die Lage in Köln. Reul macht dafür gewaltbereite Gruppen verantwortlich und verspricht: „Wir werden das nicht hinnehmen.“

Von dpa

01.11.2026

NRW-Innenminister Reul hat die Ausschreitungen in Köln verurteilt. Für ermittelte Täter wird es nach seinen Worten „dann auch nach Halloween gruselig“. (Archivbild)David Ebener/dpa

NRW-Innenminister Reul hat die Ausschreitungen in Köln verurteilt. Für ermittelte Täter wird es nach seinen Worten „dann auch nach Halloween gruselig“. (Archivbild)David Ebener/dpa

© David Ebener/dpa

Mit scharfen Worten hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) die Ausschreitungen nach der Jugend-Demonstration in Köln verurteilt. Die Proteste seien von Linksextremisten und gewaltbereiten Gruppen junger Männer gekapert worden, erklärte Reul in einem Statement. Sie hätten die Lage gezielt eskaliert. 

„Wer Steine und Böller auf Polizisten wirft, Pyrotechnik zündet und randalierend durch die Straßen zieht, der hat kein politisches Anliegen. Leute, die sich vermummen, wollen nicht diskutieren und überzeugen. Die wollen Ärger und Gewalt. Das ist durch nichts zu rechtfertigen.“

Viele seien am Samstag friedlich auf die Straße gegangen. „Junge Menschen, die Forderungen für die Zukunft einer Generation stellen. Das ist ihr gutes Recht und gehört zu einer lebendigen Demokratie.“ Was sich anschließend in Köln abgespielt habe, beschädige aber alles, worum es da gehe.

Reul: „Wer unsere Polizei angreift, greift unseren Rechtsstaat an.“ 

Reul kündigte ein entschiedenes Vorgehen gegen die Randalierer an. „Wer unsere Polizei angreift, greift unseren Rechtsstaat an. Diese Leute müssen wissen: Wir werden das nicht hinnehmen. Wir ermitteln Täter und für die wird es dann auch nach Halloween gruselig.“

Am Rande der Jugend-Demonstration in Köln kam es zu Ausschreitungen. Später zogen randalierende Gruppen durch Köln. Thomas Banneyer/dpa

Am Rande der Jugend-Demonstration in Köln kam es zu Ausschreitungen. Später zogen randalierende Gruppen durch Köln. Thomas Banneyer/dpa

© Thomas Banneyer/dpa

Man müsse darüber nachdenken, „ob wir die richtigen Instrumente für diese Form der Gewalt haben und wie wir sie in der Praxis umsetzen können“, sagte der Minister. „Wenn sich Gewalt in der Gruppe versteckt, dürfen wir nicht nur den einzelnen Steinwurf bestrafen. Wer glaubt, in der Masse untertauchen und randalieren zu können, darf sich nicht in Sicherheit wiegen.“

Dank an Polizisten: Haben ihren Kopf hingehalten

Er dankte den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz. „Sie haben ihren Kopf hingehalten und ihre Gesundheit riskiert.“

Am Rande der Gen-Z-Demonstration waren Polizisten mit Pyrotechnik und Steinen beworfen worden. Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Später zogen laut Polizei randalierende Gruppen durch Köln, beschädigten Hausfassaden und Streifenwagen und schlugen Scheiben ein. Auch Fahrräder und E-Scooter wurden geworfen. 

Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, Foto- und Videomaterial „von jeglichen Vorfällen“ auf dem Hinweisportal der NRW-Polizei hochzuladen.

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