Politik Inland

Merz wünscht sich TV-Duell mit Weidel

Diskussionen mit Bundeskanzler Scholz seien „langweilig“. Dürfte er mit der AfD-Vorsitzenden streiten, „dann fliegen die Fetzen“, sagt Merz beim Leserforum der FAZ.

Von dpa

22.01.2025

TV-Duelle mit Scholz langweilen ihn, sagt Friedrich Merz.Arne Dedert/dpa

TV-Duelle mit Scholz langweilen ihn, sagt Friedrich Merz.Arne Dedert/dpa

© Arne Dedert/dpa

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz würde im Fernsehen lieber mit Alice Weidel von der AfD diskutieren als mit Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD. „Ich bin nicht wirklich begeistert davon, dass wir diese Fernsehdiskussionen führen und ich da dreimal das Vergnügen habe, mit Olaf Scholz ein Duell zu führen“, sagte Merz beim Leserforum der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 

Lieber würde er mit Alice Weidel streiten, sagte Merz, der nach Grünen-Kandidat Robert Habeck und SPD-Kandidat Scholz der dritte Gast in der Veranstaltungsreihe war. Bei Weidels Rede auf dem AfD-Parteitag, „da kann es Ihnen doch nur eiskalt den Rücken runterlaufen“. Er wolle dem Eindruck entgegentreten, dass es zwischen AfD und CDU Übereinstimmungen gäbe - es gebe vielmehr „fundamentale inhaltliche Unterschiede“.

„Ich möchte über diese Themen mit Frau Weidel öffentlich diskutieren. Und ich gehe der Diskussion mit der Frau auch nicht aus dem Weg“, sagte Merz. „Darüber werde ich hoffentlich Gelegenheit haben, in diesem Wahlkampf noch mal zu reden - und dann fliegen die Fetzen.“ Auf den amtierenden Bundeskanzler hat Merz weniger Lust: „Mit Olaf Scholz wird’s mir schon zur ersten Hälfte der ersten Sendung langweilig.“

Karte
Das könnte Sie auch interessieren
Klingbeil: „Der Iran-Krieg kostet Detschland Geld.“ .Soeren Stache/dpa
Update -

Politik Inland

zur Merkliste

Weniger Steuereinnahmen für den Staat als erwartet

Die Ungewissheit über weitere Folgen des Iran-Kriegs erschwert auch die Vorbereitungen für den nächsten Bundeshaushalt - denn wie viel Steuergeld kommt herein? Jetzt liegt eine frische Prognose vor.

Politik Inland

zur Merkliste

Bundestag stimmt für Heveling als Rechnungshof-Chef

Der Bundesrechnungshof in Bonn kontrolliert, wie die Regierung mit dem Geld umgeht. Die Amtszeit des bisherigen Präsidenten endet, doch sein designierter Nachfolger hat die erste Hürde genommen.

Politik Inland

zur Merkliste

Schätzer: Weniger Steuereinnahmen für den Staat als erwartet

Der deutsche Staat kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs in den kommenden Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen. Für 2027 ergibt die aktuelle Steuerschätzung nach Angaben des Finanzministeriums allein für den Bund 10,1 Milliarden Euro weniger als bisher erwartet.