Politik Inland

Kabinettsbeschluss: Härtere Gangart gegen Finanzkriminalität

Die Bundesregierung will Finanzkriminelle treffen, wo es wehtut: beim Porsche oder der Rolex. Ein neues Gesetz soll auch den Einsatz von KI und Drohnen ermöglichen.

Von dpa

12.08.2026

Weil der Kanzler nicht da war, durfte Klingbeil die Kabinettsitzung leiten. Kay Nietfeld/dpa

Weil der Kanzler nicht da war, durfte Klingbeil die Kabinettsitzung leiten. Kay Nietfeld/dpa

© Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung will härter gegen Finanzkriminalität, Geldwäsche und internationalen Drogenhandel vorgehen. Dafür beschloss das Kabinett einen Gesetzentwurf mit neuen Befugnissen für den Zoll. 

Dazu gehört die Sicherstellung von Vermögensgegenständen, wenn der Verdacht besteht, dass diese nicht rechtmäßig gekauft wurden. „Wenn Verdächtige nicht nachweisen können, dass sie Vermögenswerte legal erworben haben, sind der Porsche oder die Rolex erstmal weg“, erklärte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Bisher geht das oft erst nach langwierigen Gerichtsverfahren. 

Außerdem soll der Zoll künftig künstliche Intelligenz bei der Datenanalyse nutzen, Drohnen einsetzen und Kommunikation der Täter blockieren dürfen. „Der Zoll wird moderner, digitaler und schlagkräftiger. Damit senden wir ein klares Signal an Kriminelle: Wir verschärfen die Gangart!“, sagte Klingbeil.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Rom und Berlin streiten über Bootsflüchtlinge

Trotz der neuen EU-Regeln will Italien keine Migranten zurücknehmen, die nach der Ankunft an Italiens Küsten bis nach Deutschland gelangt sind. Der rechte Vize-Regierungschef Salvini gibt den Ton vor.

Politik Inland

zur Merkliste

Er ist zurück: Was auf Merz nun zukommt

„Vielen Dank, schöne Ferien!“ So verabschiedete sich der Kanzler nach einem turbulenten Start in den Sommer vor drei Wochen aus der deutschen Öffentlichkeit. Jetzt ist er wieder da. Und nun?