Politik Inland

Iran zögert bei Gesprächen mit den USA über Kriegsende

Irans Außenminister Araghtschi erklärt erstmals, wie die Kommunikation mit der US-Regierung abläuft. Offen lässt er, ob der Iran sich auf Verhandlungen einlässt.

Von dpa

31.03.2026

Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigt einen Kontakt zum US-Sondergesandten Steve Witkoff. Foto ArchivTatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigt einen Kontakt zum US-Sondergesandten Steve Witkoff. Foto ArchivTatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

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Der Iran hat laut Außenminister Abbas Araghtschi noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, sein Land habe Vorbehalte. „Wir haben keinerlei Vertrauen, dass Verhandlungen mit den USA zu Ergebnissen führen werden. Das Vertrauen liegt bei null“, sagte der Chefdiplomat. 

Außerdem werde der Iran nur eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten in der Region akzeptieren, jedoch keine allein auf sein Land beschränkte Waffenruhe. Damit meint Araghtschi auch die Angriffe auf mit dem Iran verbündete Gruppen wie die libanesische Hisbollah.

Der Außenminister äußerte sich auch erstmals zur Kommunikation mit der US-Regierung. Demnach steht er im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Nachrichten würden über das iranische Außenministerium übermittelt oder dort empfangen.

Laut Araghtschi hat die Führung in Teheran weder auf die 15 amerikanischen Vorschläge geantwortet noch eigene Vorschläge oder Bedingungen formuliert.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigt einen Kontakt zum US-Sondergesandten Steve Witkoff. Foto ArchivEvan Vucci/AP/dpa

Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigt einen Kontakt zum US-Sondergesandten Steve Witkoff. Foto ArchivEvan Vucci/AP/dpa

© Evan Vucci/AP/dpa

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