Politik Inland

Hunderte Polizisten am Forschungszentrum Jülich

Umweltschützer und Anti-Atomkraft-Initiativen rufen an mehreren Standorten zum Protest gegen die umstrittenen Atommüll-Transporte auf. In Jülich werden Polizeikräfte zusammengezogen.

Von dpa

24.03.2026

Am Forschungszentrum in Jülich treffen zahlreiche Polizeikräfte ein. Christoph Reichwein/dpa

Am Forschungszentrum in Jülich treffen zahlreiche Polizeikräfte ein. Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

Am Forschungszentrum in Jülich sind am Nachmittag nach Angaben eines dpa-Reporters Hunderte Polizisten eingetroffen. Es seien Absperrungen aufgestellt und mobile Lichtanlagen errichtet worden. Polizei stehe an Einmündungen von Seitenstraßen und Zufahrten. Teilnehmer der ab 18.00 Uhr angekündigten Mahnwache gegen die geplanten Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen waren zunächst nicht zu sehen.

Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen wollen ab dem Abend gegen die Atommülltransporte von Jülich ins münsterländische Ahaus demonstrieren. Die im Bündnis „Stop Westcastor“ organisierten Protest-Initiativen rechnen am Dienstagabend mit dem ersten Castor-Transport. Die Polizei bestätigt das nicht. 

Zahlreiche Transporte nötig

Bei dem Atommüll handelt es sich um rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus einem 1988 abgeschalteten Versuchsreaktor in Jülich. Sie befinden sich in insgesamt 152 Castor-Schutzbehältern, die in zahlreichen Transporten ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden sollen.

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