Friedensaktivisten sehen neue Antikriegsgeneration
Auch am Sonntag sind die traditionellen Ostermärsche in NRW fortgesetzt worden. Ein Thema war dabei auch die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Beim Ostermarsch Rhein-Ruhr haben Friedensaktivisten zur Wehrdienstverweigerung aufgerufen. (Symbolbild)Marius Becker/dpa
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Beim traditionellen Ostermarsch Rhein-Ruhr haben Friedensaktivisten zum Widerstand gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht aufgerufen. Redner verwiesen dabei auf die Schulstreiks der vergangenen Monate, bei denen Zehntausende gegen eine neue Wehrpflicht protestiert hatten. Benno Fuchs von der Deutschen Friedensgesellschaft sagte, viele junge Menschen beschäftigten sich jetzt erstmals mit der Frage, ob sie bereit wären, eine Waffe in die Hand zu nehmen und andere Menschen zu töten. Bei vielen sei die Antwort nein. „Eine neue Antikriegsgeneration wird hier groß“, folgerte Fuchs.
Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative, das die Ostermärsche bundesweit koordiniert, sagte, etwa 100 Menschen hätten sich am Sonntag an der Fahrradetappe des Friedensmarsches Rhein-Ruhr von Essen nach Bochum beteiligt. Zu den Zwischenkundgebungen entlang dieser Route seien noch einmal mehrere 100 Teilnehmer dazugekommen. Der Ostermarsch steht dieses Jahr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“. Man lehne es ab, sich der Kriegslogik anzupassen, hieß es.
Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung des Iran- und Ukraine-Kriegs, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege.