Politik Inland

Evangelische Botschaften zu Weihnachten

Angst, Dunkelheit, wachsende Kriegsgefahr: Was die Weihnachtsbotschaften der evangelischen Kirchenoberen Tietz und Hofmann den Menschen mitgeben wollen.

Von dpa

23.12.2025

Die Präsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz sagt: „An Weihnachten feiern wir, dass es einen Grund zur Hoffnung gibt.“ (Archivbild)Helmut Fricke/dpa

Die Präsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz sagt: „An Weihnachten feiern wir, dass es einen Grund zur Hoffnung gibt.“ (Archivbild)Helmut Fricke/dpa

© Helmut Fricke/dpa

Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz, erinnert die Menschen zur Weihnachtszeit an die „Kraft der Hoffnung“. „Unsere Zeit ist für viele Menschen dunkel und schwierig. Jetzt brauchen wir die Weihnachtsbotschaft ganz besonders: Gott kommt in unsere Welt“, teilte sie zu Heiligabend mit. „Gott ist da, auch in dunklen Zeiten. Wir sind mit unserer Welt nicht allein.“

Tietz erklärte: „An Weihnachten feiern wir, dass es einen Grund zur Hoffnung gibt. Denn Gott ist Mensch geworden. Das hat vor 2.000 Jahren Licht in die Dunkelheit gebracht.“ Diese Hoffnung gebe die Kraft, gegen das Dunkel zu arbeiten. Tietz rief die Gläubigen dazu auf, das Hoffen wieder zu lernen. Die EKHN zählt rund 1,3 Millionen Mitglieder in Mittel- und Südhessen mit dem Rhein-Main-Gebiet sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz.

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
(EKKW), Beate Hofmann, erinnerte in ihrer Weihnachtsbotschaft an den „Ruf der Engel“. Schon zu Jesu Geburt hätten sie in einer konfliktreichen Welt von
Ehre für Gott und Frieden für die Menschen gesungen, erklärte Hofmann. „Wir leben in einer Zeit, in der immer weniger Menschen Gott die Ehre geben. Sie halten das für verzichtbar“, heißt es in der Weihnachtsbotschaft der Bischöfin. 

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, erinnert an den „Ruf der Engel“. (Archivbild)Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, erinnert an den „Ruf der Engel“. (Archivbild)Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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„Und wir leben in einer Zeit wachsender Kriegsgefahr auch bei uns. Das macht
vielen Menschen Angst. Die Diskussionen um Wehrpflicht und Zivilschutz lassen die Bedrohung spürbar werden“, erklärte Hofmann. „Unsere Sehnsucht nach Frieden und Sicherheit wächst, doch um welchen Preis? Sind Unfrieden und Orientierungslosigkeit nicht auch Konsequenz aus der Gottvergessenheit unserer Welt?“

In die Unruhe und Angst hinein erklinge damals wie heute der Weihnachtsruf der Engel. Dieser Ruf sei eine Einladung, Gott neu zu entdecken und sein Wirken zu erleben. Etwa 687.000 evangelische Christinnen und Christen leben im Gebiet der EKKW, das sich überwiegend über Nord- und Osthessen erstreckt.

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