Politik Inland

Cyberattacken gegen vier Brandenburger Kommunen

Angriffe auf das Computernetz von Städten oder Gemeinden können Angebote für Bürger für längere Zeit lahmlegen. Brandenburgs Digitalminister Grimm schätzt die Bedrohungslage ein.

Von dpa

02.01.2026

Mehrere Kommunen in Brandenburg sind nach Einschätzung von Digitalminister Benjamin Grimm (SPD) von Cyberattacken betroffen (Symbolbild).Sebastian Gollnow/dpa

Mehrere Kommunen in Brandenburg sind nach Einschätzung von Digitalminister Benjamin Grimm (SPD) von Cyberattacken betroffen (Symbolbild).Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Die Gefahr von Cyberangriffen auf Kommunen nimmt in Brandenburg nach Ansicht von Digitalminister Benjamin Grimm (SPD) zu. Vier Kommunen seien derzeit von Cyberangriffen betroffen: Hoppegarten (Landkreis Märkisch-Oderland), Hohen Neuendorf (Oberhavel), Lübben (Dahme-Spreewald) und das Amt Falkenberg-Höhe (Elbe-Elster), sagte Grimm der „Märkischen Allgemeinen“ (Freitag/online). Er rief die Kommunen auf, wachsam zu sein und keine Sicherheitslücken zuzulassen. Hoppegarten und Hohen Neuendorf sind schon länger betroffen.

Die Attacken durch kriminelle Gruppen, aber auch staatliche ausländische Akteure seien eine große Bedrohung für kommunale Verwaltungen, sagte der Minister. Genutzt werde oft Ransomware, eine Art Schadsoftware, um Rechner zu sperren und Lösegeld zu erpressen.

Kommunale Cybersicherheit soll verbessert werden

Nach Angaben von Grimm ist in diesem Jahr eine Neuausrichtung der kommunalen Cybersicherheit geplant, um besser mit solchen Attacken umzugehen. Für Cyberangriffe aus dem Ausland ist das Innenministerium zuständig.

Ransomware-Angriffe sind nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik die größte Cyberbedrohung für kommunale Verwaltungen. Im Jahr 2023 hatte ein versuchter Cyberangriff auf die Landeshauptstadt Potsdam wochenlang für Systemausfälle gesorgt.

Der Digitalminister will die Digitalisierung in der Verwaltung forcieren. Fünf Behördengänge, darunter Wohnsitz-Ummeldungen, sollen nach seinen Worten bis spätestens Ende 2027 online erledigt werden können, sagte er der Zeitung.

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