CDU sagt Klausurtagung in Mainz wegen Wetterwarnungen ab
Es sollte der große Auftakt der CDU für das Wahljahr 2026 werden - und das in Rheinland-Pfalz, wo in zehn Wochen ein neuer Landtag gewählt wird. Jetzt wird nichts aus der Klausurtagung in Mainz.
Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hätte die Klausurtagung geleitet.Michael Kappeler/dpa
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Angesichts der erwarteten heftigen Schneefälle und Glatteisgefahr in weiten Teilen Deutschlands hat der CDU-Vorstand seine Klausurtagung in Mainz kurzfristig abgesagt. „Wir haben unsere Klausurtagung in Mainz leider absagen müssen aus Gründen der Witterung. Wir werden aber trotzdem morgen eine Präsidiumssitzung des CDU-Präsidiums virtuell haben und da auch noch einmal ein paar Beschlüsse fassen“, sagte Parteichef und Kanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon.
Zuvor hatte eine Parteisprecherin bereits mitgeteilt, dass die für Freitag und Samstag in einem Hotel am Mainzer Rheinufer geplante Klausur „aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen“ abgesagt werden musste.
350 Teilnehmer und 100 Medienvertreter betroffen
Zu der Klausurtagung waren 350 Teilnehmer erwartet worden sowie rund 100 Medienvertreter. Die Partei wollte damit unter Leitung von Merz ins Wahljahr 2026 mit fünf Landtagswahlen starten. Unter anderem war geplant, eine „Mainzer Erklärung“ zu verabschieden, in der es vor allem um die Ankurbelung der Wirtschaft geht.
Die nächste reguläre Vorstandssitzung ist für den 19. Januar geplant. Es gibt Überlegung, diese Sitzung zur Klausurtagung auszubauen. Entschieden war das zunächst aber noch nicht.
Schnieder: Bedauerlich, aber richtig
Rückenwind sollte die Klausur für den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder bringen, der am 22. März die Mainzer Staatskanzlei nach dann 35 Jahren mit SPD-Regierungen für die Union zurückgewinnen könnte. Rund um die Klausur waren noch weitere gemeinsame Termine mit Merz und Schnieder geplant. So wollten beide am Freitagabend zum Neujahrsempfang des CDU Kreisverbands Mainz-Bingen in Ingelheim kommen, hier wird Merz nun fehlen. Auch aus einem gemeinsamen Bürgerdialog am Samstagnachmittag in Mainz-Mombach wird nichts.
Bei den absehbaren witterungsbedingten Einschränkungen wäre eine Durchführung der Klausur nicht zu verantworten gewesen, sagt Schnieder. (Archivfoto)Harald Tittel/dpa
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Schnieder selbst sagte: „Die Absage der Bundesvorstandsklausur in Mainz ist bedauerlich, aber unter den aktuellen Umständen verantwortungsvoll und richtig.“ Die Sicherheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer habe für die CDU oberste Priorität. Angesichts der erwarteten Wetterlage und den absehbaren erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen sei eine Durchführung nicht zu verantworten. Unabhängig davon hoffe er, dass die inhaltlichen Beratungen schnell nachgeholt und die geplanten Beschlüsse zeitnah gefasst würden.
Sturmtief „Elli“ erreicht in der Nacht zu Freitag Deutschland
Nach den Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind insbesondere Ostdeutschland, der Harz und die Region zwischen Bremen und Hamburg von Sturmtief „Elli“ betroffen, das in der Nacht zu Freitag in Deutschland erwartet wird. Dann soll es verbreitet zu teils kräftigen Schneefällen kommen.
Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr.
Ein DWD-Meteorologe sprach von „einem echten Wetterkrimi“. Die Deutsche Bahn (DB) kündigte witterungsbedingt bereits Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr an. Behörden und Meteorologen raten: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehen lassen.