Politik Inland

Bischof Wilmer mahnt zu Versöhnung statt Polarisierung

Der Münsteraner Bischof Wilmer sorgt sich um die vielen Polarisierungen in der Gesellschaft. Was ist sein Rezept, um solche Gräben zu überwinden?

Von dpa

05.09.2026

Bischof Heiner Wilmer:  „Es ist eure Freiheit, die Polarisierungen nicht weiterzutreiben, sondern Versöhnung zu stiften.“ (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Bischof Heiner Wilmer: „Es ist eure Freiheit, die Polarisierungen nicht weiterzutreiben, sondern Versöhnung zu stiften.“ (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Heiner Wilmer hat zu Versöhnung aufgerufen, um Spaltungen der Gesellschaft zu begegnen. „Wir brauchen kein Verhärtetes Ost gegen West, kein Rechts gegen Links, kein Alt gegen Jung und kein Muslimisch gegen Christlich“, sagte der Bischof von Münster bei einer Messe in Dresden. „Es ist eure Freiheit, die Polarisierungen nicht weiterzutreiben, sondern Versöhnung zu stiften.“

Es gelte zu vergeben, wo Fehler passieren, mahnte Wilmer und rief die Menschen auf: „Sucht das Gute im Anderen, weil im Anderen Gott wohnt.“ Ein solches Verhalten könne auch Folgen für die politische Landschaft haben. „Wo Menschen, die versöhnen, überzeugen, werden sie Mehrheiten erhalten und die Pöbler und Populisten von den Sitzen verdrängen.“

Anlass für Wilmers Festpredigt in der Dresdner Kathedrale war die Verabschiedung von Heinrich Timmerevers als Bischof des Bistums Dresden-Meißen.

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