Anklage gegen zwei Männer wegen möglicher Terror-Pläne
Nach Hinweisen eines Nachrichtendienstes nimmt die Polizei mehrere junge Männer in Gewahrsam. Zwei kommen wieder frei, zwei werden jetzt angeklagt. Einer sitzt in Untersuchungshaft.
Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen zwei Männer aus Hagen und Unna erhoben. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa
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Nach der Festnahme von zwei Männern in Hagen und Unna hat die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage erhoben. Der 19- und der 23-Jährige sollen sich laut den Ermittlungen zu einer Straftat verabredet haben. Sie werden verdächtigt, geplant zu haben, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu verstoßen, wie die Ermittlungsbehörden gemeinsam mitteilten. Über die Zulassung der Anklage muss jetzt das Amtsgericht Hagen entscheiden.
Der Ältere der beiden sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft, für den 19-Jährigen wurde das polizeiliche Langzeitgewahrsam zur Gefahrenabwehr – etwa zum Schutz vor terroristischen Anschlägen – um zwei Wochen verlängert. Was genau die Männer geplant haben, hatten die Behörden bislang nicht mitgeteilt. Nach Hinweisen eines Nachrichtendienstes seien die Festnahmen erfolgt, hieß es bislang lediglich.
Der 19-Jährige hat die deutsche und kosovarische Staatsbürgerschaft. Bei der Durchsuchung der Wohnung in Hagen wurden Datenträger sichergestellt, Waffen wurden den Angaben zufolge nicht gefunden.
Zwei andere junge Männer kamen wieder auf freien Fuß
Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten den 23-jährigen Deutschen sowie zwei Syrer im Alter von 20 und 24 in Hagen und Unna am 1. Oktober in Gewahrsam genommen, weil der Verdacht auf die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat vorlag.
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen bestand der Verdacht einer ideologischen Nähe zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der Deutsche soll zum Islam konvertiert sein. Der 19-Jährige geriet im Zuge der Ermittlungen später ins Visier der Polizei. Die beiden Syrer kamen wieder auf freien Fuß.