Politik Inland

162 Ingewahrsamnahmen bei Klimacamp in Hamm

Mehr als 2.000 Polizisten im Einsatz, zahlreiche Platzverweise: Innenminister Reul kritisiert Verstöße beim Klimacamp.

Von dpa

03.06.2026

Polizisten und Demonstranten während des Klimacamps im Lippepark. (Archivbild)Max Lametz/dpa

Polizisten und Demonstranten während des Klimacamps im Lippepark. (Archivbild)Max Lametz/dpa

© Max Lametz/dpa

Nach dem Ende des Klimacamps in Hamm hat das Innenministerium seit vergangener Woche unter anderem 162 Ingewahrsamnahmen, 280 Platzverweise und 18 Strafanzeigen gezählt. Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Klimaschutz braucht Engagement, keine Eskalation.“

Mehrere Klimaschutz-Gruppierungen hatten das Klimacamp im Lippepark für fast zwei Wochen bis zum 4. Juni angemeldet. Den meisten Zulauf gab es gegen Ende der vergangenen Woche, als auch Aktivistin Greta Thunberg auftauchte. 

Am Dienstag wollten laut Polizei die letzten Teilnehmer ihre Sachen packen. Die zuständige Polizei in Dortmund betonte bereits, dass die meisten Demonstranten friedlich geblieben seien. Aber es gab auch Ausreißer.

Reul: „Viele hatten sich nicht mehr unter Kontrolle“

Innenminister Reul sagte der dpa: „Wer sich für mehr Klimaschutz einsetzt und dabei friedlich bleibt, darf sich auf den Schutz der Polizei verlassen. Aber: Viele hatten sich nicht mehr unter Kontrolle. Wer unter dem Deckmantel des Protests Straßen oder Kraftwerke lahmlegt, Polizeisperren durchkreuzt oder Gewalt in Kauf nimmt, der hat mit Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun.“

Laut Innenministerium waren am Freitag 2.200 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, am Samstag 2.100. Sichergestellt wurden etwa Pyrotechnik und Vermummungsgegenstände. Strafanzeigen wurden unter anderem geschrieben wegen Beleidigung (3), Sachbeschädigung (3), Widerstands (1), Nicht-Anzeigen einer Versammlung (3), Verstoß gegen das Vermummungsverbot (5) und Angriff auf Vollstreckungsbeamte (1).

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