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Weniger Schnitt, kein Roboter: So geht schonendes Rasenmähen

Zu oft, zu kurz und dann auch noch mit Hilfe: Das kann für Tiere beim Rasenmähen zum Problem werden. Die besten Tipps, wie man es besser machen kann.

Von dpa

01.05.2026

Weniger mähen, mehr Leben: Ein naturnaher Rasen wird zum Rückzugsort für viele Tiere.Armin Weigel/dpa/dpa-tmn

Weniger mähen, mehr Leben: Ein naturnaher Rasen wird zum Rückzugsort für viele Tiere.Armin Weigel/dpa/dpa-tmn

© Armin Weigel/dpa/dpa-tmn

Nicht zu kurz, nicht zu oft – und möglichst ohne Mähroboter: So sollte man den Rasen mähen. Denn gerade Geräte können für Tiere gefährlich werden, so die Tierschutzstiftung Vier Pfoten.

Igel sind besonders gefährdet. Denn statt zu fliehen, rollen sie sich bei Gefahr zusammen - und von Mährobotern werden sie oft nicht erkannt. Aber auch Amphibien, Reptilien und kleinere Haustiere sind vor den Geräten nicht sicher. 

Sie wollen dennoch nicht auf den Mähroboter verzichten? Dann sollte der nur tagsüber und unter Aufsicht arbeiten. Haustiere bleiben währenddessen am besten drinnen. Vor dem Mähen sucht man außerdem den Rasen sorgfältig ab – insbesondere bei feuchtem Wetter und in der Dämmerung.

Rasen mähen mit Maß – weniger ist mehr

Und wie oft sollte überhaupt gemäht werden? Wildtierexpertin Eva Lindenschmidt empfiehlt, den Rasen nicht dauerhaft kurzzuhalten. Das ist für „viele Tiere eine ökologische Wüste“. Mähpausen sind also sinnvoll.

Der Nabu Hessen rät, die Rasenfläche abschnittsweise im Abstand von zwei bis drei Wochen zu mähen, sodass die Blütenpflanzen nicht alle gleichzeitig verschwinden. Und: eine möglichst hohe Schnitthöhe zu wählen.

Wer den Rasen für einen bestimmten Zweck braucht - etwa eine Feier oder zum Fußballspielen - kann auch einfach kleine Bereiche stehenlassen. Selbst Blühinseln oder Blühstreifen können helfen.

3 Gründe für eine Mähpause im Mai:

  • Futter für Insekten: Wer jetzt Rasen mäht, eliminiert blühende Wildblumen wie Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee - und damit auch wichtige Nahrungsquellen für Insekten.
  • Mehr Artenvielfalt: Wo mehr wächst, kann sich auch mehr verstecken. Wer den Rasen kurz schneidet, nimmt nicht nur Insekten, sondern auch Amphibien und Kleinsäugern wichtige Rückzugsorte.
  • Gut für den Rasen: Der Rasenfläche tut weniger Mähen laut BUND gut - auf lange Sicht wird sie nämlich widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit. Höheres Gras kann helfen, Wasser im Boden zu halten und schützt so vor dem Austrocknen. Die positive Konsequenz: Sie müssen weniger gießen. 
Mähroboter können für kleine Tiere gefährlich sein – daher nur mit Vorsicht und unter Aufsicht einsetzen.Benjamin Nolte/dpa-tmn

Mähroboter können für kleine Tiere gefährlich sein – daher nur mit Vorsicht und unter Aufsicht einsetzen.Benjamin Nolte/dpa-tmn

© Benjamin Nolte/dpa-tmn

Ungemähter Rasen ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern ein wichtiger Lebensraum.Christin Klose/dpa-tmn

Ungemähter Rasen ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern ein wichtiger Lebensraum.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Wildblumen stehen lassen, Insekten helfen: Sie liefern wichtige Nahrung für viele Arten.Heiko Rebsch/dpa/dpa-tmn

Wildblumen stehen lassen, Insekten helfen: Sie liefern wichtige Nahrung für viele Arten.Heiko Rebsch/dpa/dpa-tmn

© Heiko Rebsch/dpa/dpa-tmn

Beim Mähen gilt: Weniger ist oft mehr – längere Mähintervalle fördern die Artenvielfalt und stärken den Rasen.Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Beim Mähen gilt: Weniger ist oft mehr – längere Mähintervalle fördern die Artenvielfalt und stärken den Rasen.Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

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