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Waldhonig: Bienen brauchen Läuse für das flüssige Gold

Bei Raps- oder Lindenblütenhonig ist klar, woraus er entstanden ist - aber was ist eigentlich mit Waldhonig? Und kann man ihn genauso wie Blütenhonig verwenden?

Von dpa

01.07.2026

Waldhonig wird auch Honigtauhonig genannt, da die Bienen den sogenannten Honigtau sammeln und in den Waben zu dunklem, aromatischem Honig verarbeitenKlaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dpa

Waldhonig wird auch Honigtauhonig genannt, da die Bienen den sogenannten Honigtau sammeln und in den Waben zu dunklem, aromatischem Honig verarbeitenKlaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dpa

Für Waldhonig sind nicht nur Bienen nötig, sondern auch Blattläuse. Denn aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Insekten, die Pflanzensaft saugen, machen Bienen den Waldhonig, wie Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt. „Typische Bäume, auf denen die Tiere leben, sind Fichten, Tannen, Kiefern oder auch Eichen“, sagt die Ernährungsexpertin.

Gut zu wissen - drei Fakten zum Waldhonig

  • Waldhonig heißt auch Honigtauhonig, denn die Läuse-Ausscheidungen werden Honigtau genannt.
  • Starke Hitze, große Trockenheit oder lange Regenperioden können die Bestände der Honigtau-Lieferanten verringern. Dann kann es in einem Jahr auch schon mal weniger Waldhonig geben.
  • Erst in den Waben der Bienen entwickelt der Waldhonig seine dunkle Farbe und sein würzig-malziges Aroma.

Flüssig und hitzeempfindlich

Der Vorteil von Waldhonig für uns in der Küche: Er bleibt lange flüssig, kristallisiert nicht so schnell wie Blütenhonig. Damit lässt er sich leicht unterrühren, zum Beispiel in Desserts oder Salatsoßen. Ihnen verleiht er eine herbsüße Geschmacksnote.

Zwar kann man Waldhonig auch zum Backen verwenden. Aber wie bei Blütenhonig sind die im Waldhonig enthaltenen gesundheitsförderlichen Antioxidantien und Enzyme hitzeempfindlich. „Bei Temperaturen ab vierzig Grad Celsius werden sie bereits zerstört, weshalb sie im Gebäck keinen gesundheitlichen Nutzen mehr haben“, sagt Katharina Holthausen.

Das ist auch für Teetrinker relevant: Wer den Tee mit Honig statt mit Zucker süßen möchte, lässt das Getränk deshalb lieber zuerst etwas abkühlen, bevor er oder sie je nach Geschmack Blüten- oder Waldhonig einrührt.

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