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Urlaub in Türkei und Ägypten: Reiseverband sieht kein Risiko

Sonne tanken in Hurghada oder Antalya - das ist der Plan vieler Urlauber zu Ostern. Doch der Iran-Krieg und mögliche Auswirkungen in diesen Ländern sorgen bei manchen für Sorgenfalten.

Von dpa

12.03.2026

Türkische Riviera: Für die touristischen Regionen der Türkei am Mittelmeer besteht aktuell keine Reisewarnung.picture alliance/dpa/dpa-tmn

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Ist der Urlaub in der Türkei und Ägypten sicher? Die Frage stellt sich manchen Menschen gerade, die in nächster Zeit ans Mittelmeer rund um Antalya oder ans Rote Meer rund um Hurghada wollen – und nun sorgenvoll auf den Krieg im Nahen Osten schauen. Gleiches gilt für Zypern, wo zu Anfang des Iran-Kriegs eine Drohne auf einem Luftwaffenstützpunkt einschlug.

Der Deutsche Reiseverband teilt mit, es gebe keine Hinweise darauf, dass Urlaubsreisen nach Zypern, Ägypten oder in die Türkei derzeit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen. „Entsprechend werden Reisen weiterhin durchgeführt und auch angeboten.“ In dem Branchenverband sind viele Reisebüros und Reiseveranstalter organisiert.

Die Reiserisiko-Analysten von Safeture und Riskline geben zumindest für die Türkei und Ägypten Entwarnung: Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass der Konflikt Auswirkungen auf die Tourismusgebiete in diesen Ländern oder die wichtigsten internationalen Luftverkehrsknotenpunkte, die Flughäfen von Kairo und Istanbul, haben werde. 

Für Zypern habe man die Einschätzung seit Beginn des Konflikts auf mittleres Risiko angehoben. „Was bedeutet, dass Reisende an diesem Reiseziel Vorsicht walten lassen sollten“, teilen die skandinavischen Unternehmen auf dpa-Anfrage mit.

Einschätzung des Auswärtigen Amts maßgeblich

Reiseveranstalter orientieren sich nach Angaben des Reiseverbandes an den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts und „nehmen diese sehr ernst“. Sollte sich die Lage verändern und das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung aussprechen, werden die Veranstalter demnach unverzüglich handeln.

Für die Türkei besteht aktuell nur eine Reisewarnung für Grenzgebiete zu Syrien, Iran und Irak, nicht aber für die touristischen Regionen am Mittelmeer.

Gleiches gilt für Ägypten: Dort wird vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel gewarnt. Für den Süden, wo der Urlaubsort Scharm el Scheich liegt, besteht keine Reisewarnung. Das Ministerium rät im Süden des Sinai jedoch aktuell von unbegleiteten, individuellen Ausflügen und Überlandfahrten ab. Keine konkreten Sicherheitshinweise gibt es für die beliebten Urlaubsregionen am Roten Meer.

In seinen Reisehinweisen für Zypern weist das Auswärtige Amt unter anderem darauf hin, dass man die Nähe zu Militäreinrichtungen meiden sollte. Nach dem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März könnten weitere sicherheitsrelevante Vorfälle nicht ausgeschlossen werden. Doch abgeraten oder gar gewarnt wird vor Reisen auf die Mittelmeerinsel nicht.

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden weltweit generell, sich in die Krisenvorsorgeliste namens Elefand („Elektronische Erfassung Deutscher im Ausland“) zu registrieren. So werde man im Krisen- bzw. Katastrophenfall von den Auslandsvertretungen schnell informiert.

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