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„Unsere kleine Farm“ ist als Netflix-Serie zurück

Der Streaming-Riese bringt die Familie Ingalls zurück – mit neuen Gesichtern und mehr Wildwest-Realität. Was steckt hinter dem Reboot?

Von dpa

09.07.2026

Netflix bringt die Familie Ingalls zurück auf den Bildschirm.Eric Zachanowich/Netflix/dpa

Netflix bringt die Familie Ingalls zurück auf den Bildschirm.Eric Zachanowich/Netflix/dpa

© Eric Zachanowich/Netflix/dpa

Für Kinder der 70er und 80er, die Fernsehen schauen durften, waren sie die Vorzeige-Eltern: „Ma“ und „Pa“, Caroline und Charles Ingalls, gespielt von Karen Grassle (heute 84) und „Bonanza“-Star Michael Landon (1936-1991). 

Die alte US-Serie „Unsere kleine Farm“ vom Sender NBC ist für nicht wenige Kult. Jetzt hat der Streamingdienst Netflix eine neue Verfilmung der halb-autobiografischen Romane von Laura Ingalls Wilder (1867-1957) in seinem Programm. 

Die Kindheit der Autorin war geprägt davon, dass die Familie oft umzog, von Wisconsin über Kansas bis nach South Dakota. Diese Erfahrung ist die Basis der Bücher. Die Familie folgte dem Vater, einem rastlosen, Geige spielenden Visionär.

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Die Buchreihe und Serien drehen sich um eine Familie im 19. Jahrhundert in Nordamerika, die ihren Hof bewirtschaftet. Auch wenn es mal wirtschaftlich nicht so gut läuft oder Schicksalsschläge sie heimsuchen: Die Ingalls‘ lassen sich nicht unterkriegen. Solange die Familie zusammenhält, sind alle auf der sicheren Seite.

50 Jahre „Unsere kleine Farm“ in Deutschland

Vor 50 Jahren - im Jahr 1976 - kam die NBC-Familienserie (Originaltitel: „Little House on the Prairie“) nach Deutschland. Zwischen 1974 und 1983 wurden in den USA insgesamt rund 200 Folgen von je etwa 45 Minuten produziert (auch einige Doppelfolgen, die 90-minütige Fernsehfilme ergeben).

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Die Serie wurde zunächst in der ARD ausgestrahlt - sonntags nachmittags. Ende der 80er wiederholte Sat.1 die Serie, es folgten Ausstrahlungen bei ProSieben, Kabel eins und anderen Kanälen.

Die Neuauflage von „Unsere kleine Farm“ läuft jetzt weltweit - direkt zum Serienstart stehen alle acht Episoden der ersten Staffel zum Streamen bereit. Eine zweite Staffel der neuen Serie wurde schon vor dem Start am 9. Juli offiziell bestätigt.

Die Geschichte der neuen Serie orientiert sich näher an den Original-Romanen von Laura Ingalls Wilder und folgt den Pionieren auf ihrer Farm in Kansas. In den Hauptrollen sind Luke Bracey als Charles Ingalls und Alice Halsey als Laura zu sehen.

„Einblick in die Ursprünge des US-amerikanischen Westens“

Das Comeback des Serienstoffs kommt etwas dunkler, vielschichtiger und mit einem differenzierteren Blick auf den Wilden Westen daher. 

Anders als in der 70er-Serie geht es nicht um abgeschlossene Episoden mit einem moralischen Konflikt, der nach einer Dreiviertelstunde gelöst ist, sondern auch die Widersprüche der Vorlage treten zutage, die Reflexionen über die Indigenen, die heute als rassistisch gelten können.

Das Netflix-Reboot also als Trump-Fernsehen abzutun - eine positive Pionier-Erzählung und Story über weiße Siedler - wäre zu kurz gegriffen.

Die Serie sei „teils optimistisches Familiendrama, teils dramatische Überlebensgeschichte und teils Einblick in die Ursprünge des US-amerikanischen Westens“, formuliert es Netflix. Sie biete „einen kaleidoskopischen Blick auf die Probleme und Erfolge der Menschen, die das Grenzland prägten“.

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