Tote Hosen holen keine Million Zuschauer
Dokus über deutsche Musikgrößen gab es dieses Jahr schon einige. Wie schlug sich nun der Film „Die Toten Hosen – Das letzte Album“ im Fernsehprogramm?
Die Toten Hosen: Breiti, Andi, Campino, Vom und Kuddel stehen zusammen für ein Pressefoto. Der Dokumentarfilm „Die Toten Hosen - Das letzte Album“ wurde am späten Abend des 23. Mai in der ARD/im Ersten ausgestrahlt. (Handoutbild)Donata Wender/ARD/SWR /dpa
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Die wohl ohnehin eher fürs streamende Publikum gemachte Doku „Die Toten Hosen – Das letzte Album“ hat bei ihrer TV-Ausstrahlung am späten Samstagabend lediglich 740.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher gelockt.
Das entsprach ab circa 23.25 Uhr einem Marktanteil von 9,2 Prozent. Das bedeutet: So viele Prozent der zu diesem Zeitraum überhaupt fernsehenden Menschen entschied sich für Campino und Co und den Einblick in den Entstehungsprozess des wohl letzten Albums der Düsseldorfer.
ARD-Dokus über die Hosen, Udo, Herbert
Die Doku vom SWR (Südwestrundfunk) gehört zu einer Reihe von ARD-Dokus über deutsche Musikgrößen. So gibt es in der Mediathek etwa zum 80. Geburtstag von Udo Lindenberg die Produktion „Udo – Rebell, Rockstar, Ikone“ (NDR) und zum 70. Geburtstag von Herbert Grönemeyer den Film „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ (WDR).
Manchen TV-Experten fallen die Dokus etwas zu unkritisch aus. Der Branchendienst „DWDL.de“ aber nennt es „begrüßenswert, dass sich der Senderverbund an dieses Genre wagt und Filme dreht, die es so noch vor ein paar Jahren vielleicht nie gegeben hätte, wenn sie alleine fürs Lineare hätten gemacht werden müssen“. Dank Mediatheken-Ausspielung könnten solche Star-Dokus „viel ambitionierter ausfallen“. Sie orientierten sich an dem, was große Streamer wie Netflix mit internationalen Musik-Stars machten.
DFB-Pokalfinale hatte natürlich Top-Quote
Absoluter Tagessieger im deutschen Fernsehen war am Pfingstsamstag erwartbar das DFB-Pokalfinale im Ersten. Im Schnitt 6,79 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Fußballspiel am Abend ab 20.00 Uhr. Der FC Bayern München setzte sich mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart durch. Im Gesamtpublikum lag der Marktanteil bei 36,3 Prozent, in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag er sogar bei 50,6 Prozent.
Der auf TV-Quoten und -Zahlen spezialisierte Branchendienst „DWDL.de“ ergänzte am Sonntagmorgen: „Daneben war das DFB-Pokalfinale auch wieder bei Sky zu sehen. Dort schalteten rund 390.000 Personen ein.“ Marktanteile entsprechend: 2,1 Prozent insgesamt, 4,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.