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Sammelkarten als Investment? - Wert und Risiken kennen

Ein Stück „bunte Pappe“ kann richtig viel wert sein, wenn es sich dabei um eine begehrte Sammelkarte handelt. Was hinter dem Hype steckt und welche Risiken die Karten als Geldanlage mit sich bringen.

Von dpa

15.07.2026

Alter, Zustand und Seltenheit bestimmen den Wert einer Sammelkarte.Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

Alter, Zustand und Seltenheit bestimmen den Wert einer Sammelkarte.Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

© Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

Für manche Leute sind Trading Card Games (TCG) ein reines Hobby. Andere hoffen auf den großen Gewinn. Kein Wunder, einzelne Sammelkarten für Spiele wie „Pokémon“, „Magic the Gathering“, „Yu-Gi-Oh!“ oder „One Piece“ können unheimlich viel wert sein. Verkaufszahlen zeigen: Markt und Sammelleidenschaft wachsen stetig.

Wer darüber nachdenkt, damit Geld zu verdienen, sollte sich jedoch gut auskennen, also den Hype dahinter, die Gesetzmäßigkeiten des Marktes sowie die Risiken dieser Geldanlage verstehen, berichtet die Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ (Ausgabe 8/26).

Wovon hängt der Wert der Karten ab?

Die Karten werden meist in sogenannte Booster-Packs verkauft. Je nach Spiel sind darin 9 bis 14 zufällige Karten enthalten. Wer Glück hat, bekommt spezielle Varianten. Ziel ist es, aus den einzelnen Karten persönliche Decks zusammenzustellen und sich mit den Charakteren dann etwa auf Turnieren zu duellieren, erklärt die Stiftung Warentest.

Gehandelt werden die Sammelkarten oft einzeln oder als Booster-Packs in der Regel auf Online-Plattformen wie etwa „Cardmarket.com“ im europäischen Raum. Besonders wertvolle Exemplare werden zum Teil auf eigenen Events versteigert.

Den Wert einzelner Sammelkarten bestimmen in der Regel drei Faktoren:

  • Alter
  • Zustand
  • Seltenheit

Hinzu können je nach Spiel weitere Faktoren kommen, dazu gehört etwa eine Mischung aus Nostalgie bei der Sammelcommunity sowie gutes Timing. Für Anleger wird dies riskant. Wer nicht auf das falsche Pferd setzen will, müsse das Spiel und das Agieren des Spieleverlags genau beobachten, mahnen die Warentester. 

Wenn Hersteller etwa Sets nachdrucken oder Karten für Turniere verbieten, kann der Verkaufswert abstürzen oder die Karte an Wert verlieren. „Als Geldanlage empfehlen wir den Handel mit Sammelkarten nicht, da es ein rein spekulatives Geschäft ist“, erklärt Philip Chorzelewski, Finanzexperte bei der Stiftung Warentest. 

Hinzu kommen weitere Risiken: Betrüger verkaufen gefälschte Karten und Produkte. Für den Laien seien diese in der Regel nicht erkennbar. Oder Booster-Verpackungen werden manipuliert, es werden wertvolle Karten entnommen und durch wenige wertvolle Karten ersetzt. Das manipulierte Pack wird dann mit gefälschter Versiegelung teuer weiterverkauft.

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