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Neubau: So sparen Sie mit dem richtigen Grundriss Energie

Auf die Himmelsrichtung kann es ankommen - nicht nur im Feng Shui. Auch wer Heizkosten niedrig halten will, sollte sie bei der Hausplanung im Blick haben. Was Verbraucherschützer raten.

Von dpa

22.04.2026

Frühzeitig planen für Effizienz: Eine durchdachte Raum- und Fensteranordnung sollte bereits in der Bauplanung mit einer Energieberatung abgestimmt werden.picture alliance / dpa-tmn

Frühzeitig planen für Effizienz: Eine durchdachte Raum- und Fensteranordnung sollte bereits in der Bauplanung mit einer Energieberatung abgestimmt werden.picture alliance / dpa-tmn

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Im Wohnzimmer soll es schön hell sein, auf der Küchenfensterbank mediterrane Kräuter gedeihen – und wie schön wäre es, würde man beim Aufwachen von ersten Sonnenstrahlen geweckt: In welche Himmelsrichtung die Fenster unserer Räume zeigen, hat Einfluss aufs Wohn- und Wohlgefühl im Haus. Doch nicht nur das: Mit der richtigen Gebäude- und Fensterausrichtung lässt sich auch Energie sparen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin.

Hauptfensterflächen sollte man bei Neubauten etwa nach Süden ausrichten. Denn so kann man Sonnenwärme passiv ins Gebäude holen: Die Fenster lassen im Winter tiefstehende Sonne tief ins Haus - und liefern so kostenlose Wärme. Und zwar genau dann, wenn sie gebraucht wird, in der Heizperiode. 

Wohin mit dem Wohnzimmer?

Den sächsischen Verbraucherschützern zufolge ersetzen solche solaren Gewinne zwar keine effiziente Gebäudetechnik. In der Übergangszeit lässt sich der Heizbedarf damit aber spürbar reduzieren. Besonders bei Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirken sich demnach zusätzliche Wärmeeinträge durch die Sonne positiv aus.

Bei Neubauten sollte man dafür direkt auf eine passende Anordnung der Räume achten: Wohn- und Kinderzimmer profitieren von einer Südausrichtung, so die Verbraucherschützer. Flure, Abstellräume und Treppenhäuser, in denen man sich nur wenig aufhält, sind auf der Nordseite besser aufgehoben.

Nicht zu viel Glasfläche einplanen

Trotz aller Vorteile: große Fenster sollte man immer mit Bedacht einplanen. Denn ohne Verschattung führen sie im Sommer schnell zur Überhitzung, in Winternächten geht über schlecht verglaste Flächen mehr Wärme verloren, als tagsüber gewonnen wurde, so die Verbraucherschützer. 

Dagegen arbeiten kann man für den Sommer mit außenliegenden Verschattungssystemen. Auch der Dachüberstand ist wichtig - und kann die Sommersonne draußen halten, ohne den Wintergewinn zu beeinträchtigen. Außerdem sollte man auf Fenster mit Dreifachverglasung setzen, die nächtliche Wärmeverluste im Winter minimieren.

Wichtig in jedem Fall: Nachträgliche Korrekturen bei Raum- und Fensterplanung sind oft nur schwer möglich. Sowohl die Ausrichtung wie den Grundriss des Hauses sollte man deshalb so früh wie möglich in der Planungsphase mit einer Energieberatung abstimmen.

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