Panorama

Mehr als 1.700 Drogenfunde in NRW-Gefängnissen

Die Zahl der Drogenfunde in NRW-Gefängnissen bleibt hoch. Besonders Designerdrogen bereiten den Behörden zunehmend Sorge – eine neue Technik soll helfen.

Von dpa

01.04.2026

In Gefängnissen in NRW wurden 2025 häufig Drogen gefunden. (Symbolbild)Marcel Kusch/dpa

In Gefängnissen in NRW wurden 2025 häufig Drogen gefunden. (Symbolbild)Marcel Kusch/dpa

© Marcel Kusch/dpa

In den Gefängnissen Nordrhein-Westfalens wurden im vergangenen Jahr 1.713 Mal Drogen gefunden. In den meisten Fällen war es Cannabis, aber Funde sogenannter Neuer Psychoaktiver Stoffe (NPS) nahmen laut Justizministerium zu.

Wie das Ministerium auf dpa-Anfrage mitteilte, gab es 1.045 Funde von Cannabis, 533 von NPS-Designerdrogen, 87 von Opioden, 58 von Amphetaminen und 42 von Kokain. 262 Funde wurden unter „Sonstige“ verbucht. Da bei manchen Kontrollen verschiedene Drogen auf einmal entdeckt wurden, unterscheidet sich die Zahl der Funde von der Summe der Drogen.

2024 hatte es insgesamt 1.945 Fundereignisse gegeben, wie es im Vollzug heißt. Auch damals war es am häufigsten Cannabis, die Funde von Designerdrogen lagen da noch bei der Zahl von 490.

Die NPS-Drogen können als farb- und geruchsneutrale Flüssigkeiten auf Papier oder Textilien aufgetragen werden. Dadurch sind sie bei üblichen Post- oder Haftraumkontrollen kaum zu erkennen. Seit einigen Monaten testet man in der JVA Rheinbach einen Ionenscanner, um die Designerdrogen zu entdecken.

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