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Kind am Straßenrand? Lieber nicht herüberwinken

„Komm, lauf rüber, ich warte!“ Diese Geste von Autofahrern gegenüber Kindern ist gut gemeint. Doch sie birgt Risiken, warnt ein Verkehrsclub.

Von dpa

07.04.2026

Vorsicht statt Winken: Kinder am Straßenrand sollten nicht durch Handzeichen über die Straße gelassen werden, denn das kann zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen führen.picture alliance / dpa Themendienst

Vorsicht statt Winken: Kinder am Straßenrand sollten nicht durch Handzeichen über die Straße gelassen werden, denn das kann zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen führen.picture alliance / dpa Themendienst

© picture alliance / dpa Themendienst

Ein Kind steht am Straßenrand und will offenbar die Straße überqueren. Viele Autofahrer stoppen dann und machen ein Handzeichen zum Kind, dass es ruhig gehen könne. 

Der Auto Club Europa (ACE) sieht in der „gut gemeinten Geste“ aber ein Risiko und rät davon ab, Kinder aktiv über die Straße zu winken. Das Winken könne zu Missverständnissen führen – zum Beispiel, wenn andere Autofahrer die Situation nicht erkennen.

Bei den Kleinen wiederum erhöhe es die Gefahr einer falschen Entscheidung: Kinder verließen sich in solchen Momenten oft nur auf das Winken und achteten nicht ausreichend auf den übrigen Verkehr, erklärt der Verkehrsclub. 

Die Empfehlung: Bemerken Autofahrer Kinder, sollten sie Tempo herausnehmen und besonders aufmerksam sein, aber im Zweifel lieber vorbeifahren.

Stets bremsbereit - gerade jetzt im Frühling

Wachsamkeit am Lenkrad ist vor allem in Wohngebieten und im Umfeld von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen gefragt – gerade jetzt im Frühling, weil wieder mehr Kinder auch auf Rollern und Fahrrädern unterwegs sind, sie aber oft erst wieder Sicherheit mit diesen Gefährten gewinnen müssen. 

Beobachtet man Kinder am Rand der Straße, sollte man immer mit unerwarteten Manövern und Fehlern rechnen und deshalb bremsbereit sein. Kinder seien kognitiv und motorisch noch in der Entwicklung, weshalb sie Entfernungen, Geschwindigkeiten und Anhaltewege oft nicht einschätzen könnten, so der ACE.

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