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Jägerschaft im Kreis Aurich ruft Notzeit für Wildtiere aus

Unter einer dicken, gefrorenen Schneedecke finden Wildtiere kaum etwas zu fressen. Die Jägerschaft im ostfriesischen Aurich ruft deshalb eine sogenannte Notzeit aus – wie das den Tieren helfen soll.

Von dpa

08.01.2026

Während einer Notzeit nach dem Jagdrecht dürfen Wildtiere gefüttert werden. (Symbolbild)Carola Große-Wilde/-/dpa

Während einer Notzeit nach dem Jagdrecht dürfen Wildtiere gefüttert werden. (Symbolbild)Carola Große-Wilde/-/dpa

© Carola Große-Wilde/-/dpa

Wegen des anhaltenden Winterwetters in Ostfriesland hat der Kreisjägermeister im Landkreis Aurich eine sogenannte Notzeit für Wildtiere ausgerufen. Die Maßnahme nach dem niedersächsischen Jagdgesetz diene dem Schutz des Wildes in einer witterungsbedingt angespannten Versorgungslage, teilte die Landkreisverwaltung mit. 

Die bevorstehende Witterung mit erwartetem Neuschnee, anhaltendem Frost und einer einfrierender Schneedecke erschwere den Zugang der Tiere zu Pflanzen und Trieben weiter. „Dadurch entsteht eine akute Versorgungsknappheit, die das Überleben vieler Wildtiere gefährdet.“ 

Füttern erlaubt, Jagen verboten

Eine ausgerufene Notzeit erlaubt nach dem Jagdgesetz, Wildtiere in Not mit artgerechtem Futter zu versorgen. Außerhalb dieser Notzeit ist das Füttern von Wild in der Regel verboten. Außerdem ist die Jagd, insbesondere Gesellschaftsjagden, dann untersagt.

„Die Bevölkerung wird gebeten, Rücksicht auf das Wild zu nehmen und Störungen in Wald und Feld möglichst zu vermeiden“, teilte der Landkreis Aurich weiter mit. Wann die Notzeit endet, ist nicht bekannt.

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