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Hochsitz bis Strandkorb: Hier wird Schlafen zum Abenteuer

Nachts dem Wellenrauschen oder röhrenden Hirschen lauschen? Das kann man haben, wenn man an Orten übernachtet, an denen alle anderen nur tagsüber sind. Fünf Adressen für nächtliche Mini-Abenteuer.

Von dpa

26.07.2026

Abenteuerhungrig, aber Zeit oder Reisebudget sind eher knapp bemessen? Dann kann eine Idee sein: sich für eine Nacht einen ganz besonderen Ort zum Schlafen zu suchen. Ob im Wald, am Strand oder sogar am Fels - hier kommen fünf zum Teil spektakuläre Übernachtungserlebnisse in verschiedenen Regionen Deutschlands: 

1. Sauerland: In der Jagdkanzel

Durchs Wildgehege spazieren, wenn die Tore für Tagesbesucher längst geschlossen sind. Das geht, wenn man sich als Übernachtungsgast im Wildwald Vosswinkel in Arnsberg (NRW) einbucht.

Etwa in einer Schlafkanzel, in der man nachts in mehreren Metern Höhe den Geräuschen des Waldes lauschen kann. Im September stehen die Chancen gut, vom Schlaf-Hochsitz aus Zeuge der Hirschbrunft zu werden. Isomatte und Schlafsack müssen die Gäste mitbringen. Den Start in den Tag versüßt der optional buchbare Frühstückskorb.

Auch in Baumzelten, Wagen oder Hütten kann man übernachten. Dort kommen Familien und Gruppen von bis zu zwölf Personen unter.

Infos: Die Schlafkanzel für 2 Personen kostet 55 Euro pro Nacht (www.wildwald.de/wald-abenteuer/uebernachtungen).

Im Wildwald Vosswinkel in Arnsberg kann man in einer Jagdkanzel übernachten. Wildwald Vosswinkel/dpa-tmn

Im Wildwald Vosswinkel in Arnsberg kann man in einer Jagdkanzel übernachten. Wildwald Vosswinkel/dpa-tmn

© Wildwald Vosswinkel/dpa-tmn

2. Nord- und Ostseeküste: Im Schlafstrandkorb 

Mit Meeresrauschen einschlafen, durch Möwengeschrei aufwachen: An verschiedenen Orten an der deutschen Nord- und Ostseeküste kann man für Übernachtungen Strandkörbe buchen, etwa in Eckernförde, Travemünde, Grömitz, auf der Insel Föhr, in Büsum und auf Norderney.

Schlafstrandkörbe sind größer als die herkömmlichen und haben eine Liegefläche, die meist 1,30 mal 2 Meter misst. Durch ein Verdeck lassen sie sich schließen, sodass man vor Regen und Wind geschützt ist. 

Infos: Eine Nacht im Schlafstrandkorb kostet - je nach Ort und ob Frühstück und Bettzeug inbegriffen sind - zwischen 65 und rund 100 Euro (www.sh-tourismus.de/schlafstrandkorb)

Am Strand von Eckernförde (Schleswig-Holstein) gibt es auch Schlafstrandkörbe - wie in vielen anderen Orten an Ostsee- und Nordseeküste auch. Ricarda Dieckmann/dpa-tmn

Am Strand von Eckernförde (Schleswig-Holstein) gibt es auch Schlafstrandkörbe - wie in vielen anderen Orten an Ostsee- und Nordseeküste auch. Ricarda Dieckmann/dpa-tmn

© Ricarda Dieckmann/dpa-tmn

3. Oderbruch: Im Bahnwagon am Fluss 

Bahn-Nerds mit Naturbegeisterung finden am östlichen Rand des Oderbruches (Brandenburg) ihr Mini-Abenteuer für eine Nacht, im Kulturhafen Groß Neuendorf.

Dort kann man mit bis zu vier Leuten in ausgebauten historischen Güterwaggons übernachten, die nur wenige Meter vom Fluss entfernt stehen. Eine Option auch für alle, die auf dem Oder-Neiße-Radweg unterwegs sind. 

Infos: Zwei Personen zahlen für eine Übernachtung im Bahnwaggon 80 Euro (www.verladeturm.de)

Im Kulturhafen Groß Neuendorf (Brandenburg) kann man in ausgebaute historischen Güterwaggons an der Oder übernachten. Jens Plate Architekten/dpa-tmn

Im Kulturhafen Groß Neuendorf (Brandenburg) kann man in ausgebaute historischen Güterwaggons an der Oder übernachten. Jens Plate Architekten/dpa-tmn

© Jens Plate Architekten/dpa-tmn

4. Allgäu: An der Felswand 

Wer Höhenangst hat, bekommt hier wahrscheinlich kein Auge zu: Im Waldseilgarten Höllschlucht in Pfronten-Kappel (Bayern) kann man nämlich in Baumkronen oder sogar am Fels übernachten - beides allerdings kein Schnäppchen. 

Dabei schläft man auf einem sogenannten Portaledge. Das ist eine zusammenklappbare Plattform, die Profikletterer auf mehrtägigen Touren an Felswänden befestigen, um darauf zu schlafen.

Teil des Abenteuers ist daher eine Einweisung in die Kletter- und Seiltechnik, um das „Bett“ auf bis zu sechs Metern Höhe sicher zu erreichen und zu verlassen. Ein Sicherheitstrainer schläft am Boden und gibt Hilfe, etwa, wenn man nachts austreten muss. 

Infos: Eine Nacht im Baum kostet für eine Person 270 Euro, eine Nacht an der Felswand kostet pro Person 890 Euro; Verpflegung inklusive (www.waldseilgarten-hoellschlucht.de).

In so einer zusammenklappbaren Plattform, die Profikletterer bei mehrtägigen Touren an steilen Felswänden befestigen, kann man auch in Bäumen übernachten.Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn

In so einer zusammenklappbaren Plattform, die Profikletterer bei mehrtägigen Touren an steilen Felswänden befestigen, kann man auch in Bäumen übernachten.Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn

© Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn

5. Rhön: Unter dem Sternenhimmel 

Hier kann man besonders viele funkelnde Sterne am Himmel sehen: Das Unesco-Biosphärenreservat Rhön ist ein internationaler Sternenpark. 

Wer sich ein paar Sternstunden gönnen möchte, kann sich im „Sternenwagen“ in Dermbach-Urnshausen (Thüringen) einmieten. Das Dach über dem Bett ist verglast, was freie Sicht auf den Großen Wagen und Co. erlaubt, wenn sich keine Wolken dazwischenschieben. 

Infos: Unter der Woche kostet eine Nacht für maximal zwei Personen 200 Euro, an Wochenenden und Feiertagen sind es 230 Euro (www.gruene-kutte.de/wohnen/sternenwagen).

Das Unesco-Biosphärenreservat Rhön bietet einen beeindruckenden Blick auf die Milchstraße und tausende Sterne.Arnulf Müller/dpa/dpa-tmn

Das Unesco-Biosphärenreservat Rhön bietet einen beeindruckenden Blick auf die Milchstraße und tausende Sterne.Arnulf Müller/dpa/dpa-tmn

© Arnulf Müller/dpa/dpa-tmn

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